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Vanhirs Geschichten
Vanhir´s Geschichte Teil I: Sein Leben in Naggaroth und die Flucht
Ich weiß nicht was mich, nach all den Jahren der Verschwiegenheit, dazu bewegt meine Geschichte kund zu geben. Vielleicht sind es die jüngsten Ereignisse, der Verlust meiner geliebten RihanonAylah. Nun meine Geschichte ist nicht die Geschichte die jeder beliebige Druchii erzählen könnte. Sie beginnt im Winter vor über 150 Jahren in der Stadt der Henker Har Ganeth im eisigen und unwirtlichen Land Naggaroth….
Geboren wurde ich als zweiter Sohn eines wichtigen Hochgeborenen der Stadt der Henker und einer Druchii Dirne. Nach meiner Geburt wurde meine Mutter getötet und ich wurde den Hexenkriegerinnen des Khaine Tempels übergeben. Somit verlor ich jedes Recht auf den Besitz meines Vaters. Als ob mich das damals gekümmert hätte, alles was ich damals gebraucht habe war die Liebe und die Zuneigung einer Mutter. Man kann viel über Druchii Frauen sagen. Sie seien kaltblütig und gerissener als die männlichen Druchii, würden sich bei ihren Racheaktionen Zeit lassen und ihre Opfer psychisch und physisch zerstören. Das stimmt alles keine Frage, aber so bösartig sie auch waren, so liebevoll waren sie zu ihren Kindern. Die Hexen, zu denen ich gebracht wurde, waren alles andere als liebevoll zu mir. Sie nahmen mich und warfen mich in den Blutkessel, ein bis obenhin mit Blut gefüllter Kessel in den die Opfergaben für den Gott mit der blutigen Hand, Khaine, geworfen wurden. Das war ich also, eine Opfergabe, kein potenzieller Krieger der Druchii Armee die gegen unsere verhassten Vettern die Hochelfen kämpften. Viele Druchii Neugeborenen, die in den Kessel geworfen wurden starben darin. Jedoch nicht ich, schon als Neugeborener hatte ich einen ausgeprägten Überlebenstrieb und so überlebte ich den Blutkessel. Das Gesetz des Tempels schreibt vor, das alle Druchii Kinder die den Blutkessel überleben, im Tempel zu Assasinen ausgebildet werden. Das macht durchaus Sinn, den bei der Menge an Druchii Kindern die dem Tempel übergeben wurden und den geringen Überlebenschancen die man im Kessel hatte, konnte man niemals genau sagen wer überlebt und wer auch zum Assasine wurde.
Nun zurück zu meiner Geschichte, ich wurde von den Hexen aus dem Kessel geholt und einer Ziehmutter zugeteilt. Im Alter von 3 Jahren begann meine Ausbildung, da meine Mutter mir keinen Namen geben konnte, bevor sie starb, gaben die Hexen mir der Einfachheit halber den Namen Vanhir. Ich kann mich nicht mehr an alles Erinnern was meine Ausbildung zum Assasinen anging, das wäre auch nicht möglich. Niemand konnte sich jeden einzelnen Tag einer 50 Jahren langen Ausbildung erinnern Ich weiß nur noch, dass ich oft geschlagen und mir mindestens ebenso oft die Knochen gebrochen wurden, wenn ich eine Technik falsch ausgeführt habe oder ich beim Schleichen zu laut war. Einmal da habe ich das falsche Gift auf eine meiner Klingen gestrichen und meine Ausbilderin hatte die geniale Idee, sie empfand sie jedenfalls als genial, mich mit genau dieser vergifteten Klinge zu schneiden. Tagelang wand ich mich vor Schmerzen. Es sollte eine Lektion sein und kurz bevor mich das Gift töten konnte, verabreichte sie mir das Gegengift. Alles in allem war die Ausbildung grausam und rücksichtslos, wer aufgab erlebte den nächsten Morgen nicht. Ich war mehr als einmal kurz davor aufzugeben, jedoch habe ich jedes Mal rechtzeitig erholt.
Nach 50 Jahren war die Ausbildung beendet und ich wurde ein ausgebildeter Assasine des Khaine Tempels. Die nächsten 70 Jahre vergingen wie im Fluge, fast jeden Tag tötete ich einen Feind des Landes oder einen Adeligen mit Schulden. Viele Druchii heuerten für Unsummen einen Assasinen des Tempels an, um sich ihren Widersachern zu entledigen.
Als ich ungefähr 123 Jahre alt war, geschah etwas was ich bis dahin für unmöglich hielt. Ich befand mich im Tempel und hatte gerade einen neuen Auftrag erhalten, da traf ich auf eine Assasine namens Lhunara. Das Gefühl welches sich in meiner Brust regte als ich sie das erste Mal sah, war mit keinem der Gefühle, die mir der Tempel eingetrichtert hatte, zu vergleichen. Ich war verliebt. Ich möchte nicht allzu viel sagen, nur soviel sei gesagt: Sie erwiderte meine Gefühle und trafen uns einige Wochen heimlich nachts doch dann bekamen die Hexen Wind davon und verschleppten Lhunara des Nachts. Sie brachen ihr Arme und Beine und zogen ihr bei Vollem Bewusstsein die Haut ab, erst nach Tagen der Folter verstarb sie. Damals fragte ich nicht einmal wo sie war, denn es war nichts Unnatürliches wenn eine Meuchmörderin mal ein paar Tage unauffindbar war. Ich erfuhr erst später davon, eine Hexenkriegerin namens Faith konnte nicht davon ablassen mir davon zu erzählen und sie scheute auch nicht davor zurück ins Detail zu gehen. Ich war voll Zorn als ich das hörte und kehrte dem Tempel den Rücken. Jedoch ging das nicht so einfach, man lebte und starb für den Tempel, etwas wie austreten war keine Option. Und so kam es, dass ich fliehen musste, ich wollte weg von all dem Elend. Wohin? Einfach weg. Ich floh zum Hafen und schnitt dem Besitzer eines kleinen Bootes die Kehle auf und lies den Leichnam in den kalten Fluten des Meeres verschwinden. Ich hatte noch einen langen Weg vor mir den das Trügerische Meer an dem die Stadt Har Ganeth liegt, befindet sich in mitten des Landes Naggaroth. Mein Weg führte mich Nordöstlich zum Frostmeer und dort an der Stadt der Sklaven, Karond Kar, vorbei, weiter in Richtung Ozean. Meine Flucht geschah im Affekt und ungeplant, und so trieb ich mit einem kleinen Boot auf den eisigen Meeren umher. Ich hatte nur die Nahrung die bereits an Bord gewesen war. Wohin ich fliehen sollte wusste ich nicht, auf der ganzen Welt werden wir Druchii gehasst. Glücklicherweise beantwortete ein Sturm meine Frage auf das wohin. Das Wasser war bereits wärmer, kalt aber nicht mehr eiskalt, als der Sturm über mich hereinbrach und mein Boot zum kentern brachte. Die Wellen schwappten über mich und das Boot und Ich schluckte Mengen an salzigem Wasser. Ich stürzte in die Fluten und schlug wild um mich, dann versank ich im kalten Meer, um mich herum wurde es schwarz und ich gab mich der allumfassenden Dunkelheit hin.
Anmerkung: Da diese Geschichte von dem Teil seines Lebens handelt bevor er im Wyrmland ankam und er ein Druchii ist, habe ich mich an den Vorlagen zu dieser Rasse aus dem Tabletop Warhammer bedient. Ich hoffe das ist nicht allzu störend.
Geändert von DarkAkuma (31.07.2008 um 14:53 Uhr).
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