Der Echsenkönig
aus einem Buch der Gebrüder Isegrimm
übersetzt von Remus Lupin
Es war einmal eine wunderschöne, wunderhübsch anzusehende, unglaublich attraktive und anziehende Prinzessin. Sie verweigerte noch immer die Ehe mit einem Prinzen, der ihr auserwählt worden ist und widersetzte sich ihren Eltern, dem König und der Königin, natürlich.
Diese Prinzessin mit dem güldenen Haar und den himmelblauen Augen hatte nun ein Lieblingsspielzeug. Ein Ball aus purem Gold begleitete sie auf Schritt und Tritt. Und so spielte sie auch an diesem Tage mit dem Ball, warf ihn in die Höhe und fing ihn wieder auf. Als die Prinzessin jedoch am Brunnen im Hof ankam, entglitt ihr der goldenen Ball den Händen, sie konnte ihn nicht fangen, und fiel tief, ganz tief in den Brunnen hinein.
Mäuse und Frösche flohen vor dem neuen Ding im Brunnen und hüpften neben der Prinzessin heraus. Doch eine kleine Echse, nicht größer als eine Hand verharrte auf dem Brunnenrand und sah zur Prinzessin hoch, die untröstlich weinte.
„Hör zzu, Prinzezzin, ich bringe dir die Kugel wieder herauf, wenn du mit mir dein Ezzen teilzt und das Trinken teilzt und das Bett teilzt.“ Es war offensichtlich eine Echse, die noch viel vor hatte.
Die Prinzessin versprach all dies der Echse sofort, denn sie dachte nicht daran ihr Versprechen auch zu halten. Und so schleppte die kleine Echse unter großen Anstrengungen die goldene Kugel wieder aus dem Brunnen hinauf zur Prinzessin.
Diese nahm die Kugel und hüpfte ohne ein weiteres Wort zurück ins Schloss. Doch die Echse kletterte mühsam vom Brunnen herunter und folgte der Prinzessin.
Vor der Türe rief es nach ihr, immer und immer wieder. Bis König und Königin die Wahrheit von ihrer Tochter erfuhren. Sofort wiesen sie diese an, ihr Versprechen zu erfüllen und die Echse hinein zu lassen.
Widerstrebend tat die Prinzessin nun wie ihr geheißen und ließ die Echse hinein. Sie gab der Echse von ihrem Essen und von ihrem Trinken und nahm sie schließlich mit hinauf in die königlichen Gemächer.
Doch dort verlangte die Echse nach mehr, wollte zu ihr ins Bett hinein und als sich die Prinzessin immerzu weigerte drohte die Echse ihr letztendlich damit, es dem König und der König zu erzählen.
Da nahm die Prinzessin die Echse wutentbrannt hoch und warf sie kräftig gegen ihre Schlafzimmerwand. Ein lauter Knall ertönte, Rauch erfüllte wirkungsvoll den Raum. Die Prinzessin staunte nicht schlecht als nun ein Mann vor ihr stand. Doch dann schluckte sie schwer, als sich der Rauch endgültig verzog und sie erkennen musste, dass es zwar ein Mann war, dieser aber eindeutige abstoßende Echsenzüge an sich hatte. Schuppenhaut überzog seinen Körper und ein Schwanz peitschte hinter ihm auf den Boden.
„Danke, dazz du mich erlözt hazt, holde Jungfer,“ bedankte sich der Echsenkönig höflich und verbeugte sich. Dann trat er mit begierigen Augen auf sie zu.
Die Prinzessin wich zurück bis sie hinter sich eine Wand spürte. Sie stand noch so unter Schock, dass sie kein Wort der Abwehr sagen konnte, als ihr der Echsenkönig auch schon einen Kuss aufdrückte.
Plötzlich spürte auch die Prinzessin in sich das Feuer lodern, so eine Echsenzunge kann wahrhaftig überzeugend wirken. Sie vergaß ihr Lieblingsspielzeug, den goldenen Ball. Dieser verblieb als einziges Spielzeug in der Burg ihrer Eltern. Nach einer großen Hochzeit verließ sie mit ihrem Angetrauten, der sich zwar als abstoßend erwiesen, aber auch als guter Liebhaber gezeigt hatte das Schloss des Königs und der Königin der vergangenen Wyrmlanden, um mit ihrem Liebsten ins Land der Echsen zu reisen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann lieben sie sich noch heute.
Die Stiftung Wyrmlandtest empfiehlt:
Glorfindal, ehrwürdiger Sitz und Heim der Elfen!
„Du findest dich auf weichem Waldboden wieder. Vor dir erhebt sich die anmutige Elfenstadt Glorfindal, eins mit dem sie umgebenden Wald. Uralte, zerbrechlich wirkende Gebäude kannst du erkennen. Sie scheinen dem Waldboden, den Ästen und Baumwipfeln zu erwachsen. Wie ein sanfter Hauch singt der Wind in den Wipfeln der Bäume. Kleine, hell leuchtende Lichtschwärme umschwirren dich, als du voranschreitest. Du fängst eines der kleinen Lichter ein, hältst es behutsam in deiner Hand und betrachtest es. Es ist eine winzige Fee, die dir sagt wie spät es gerade ist, bevor sie in einem hellen Aufblitzen verschwindet. Ebenso erfolgt hier die Aufklärung über Wochentag und Datum.“
Nicht nur das Alter der Stadt und der Elfen, die dort wohnen, ist es recht offensichtlich, dass es hier einige besondere Orte geben muss, die es sich zu besichtigen und nutzen lohnt. Vornehmlich hoch in den Bäumen, aber ebenso auf festem Waldboden sind diese Sehenswürdigkeiten gebaut worden, zu erreichen über lange Wendeltreppen oder Trampelpfade im Gras. Die kleinen Licht- und Zeitfeen übernehmen meist zudem auch die Funktion von Wegweisern, da natürlich unverantwortlich wäre, Schilder an die hiesigen Bäume zu nageln.
Eines der jüngeren – aber deshalb gewiss nicht weniger prägenden – Bauwerke ist die große Kunsthalle, die durch ein kunstvoll verworrenes Netz aus Brücken, Stegen, Treppen und Leitern erreichbar hoch oben in den Bäumen hängt wie ein übergroßes Vogelnest. Neben verschiedenen Ausstellungen, die von Zeit zu Zeit sogar wechseln, gibt es hier auch die Möglichkeit Auftritten auf einer kleinen Bühne zuzusehen oder selbst welche zu veranstalten. Das alles geschieht völlig unentgeltlich, ist also für jedes Wesen gleichermaßen nutzbar und somit eindeutig wahrlich einen Besuch wert.
Gleichermaßen vergnüglich für Augen und Beine – aber vor allem für die Augen – ist Ellas Tanzschule. Elegante Grazien, die nicht nur elfischen Ursprungs sind, schweben geradezu über den Boden, springen in harmonischen Linien und vernebeln Sinn und Verstand. Natürlich ist diese Einrichtung nicht nur zum Gucken dort, sondern ebenso zum Mitmachen. Auf Wunsch gibt Ella gewiss auch Paartanzkurse, ebenso ist es eine nette Beschäftigung für die Töchter dieser Welt – jedenfalls würde tanzen den Körper eher schulen als rauchen und trinken.
Beinah nebenan grenzt Deimos' Schneiderei, allerdings eine Ebene höher, am Ende der Treppe, die sich um einen besonders mächtigen Baumstamm schlingt. Deimos, ein stets bunt und edel gekleideter Mann ist eindeutig der Paradiesvogel unter den wyrmländischen Händlern und man munkelt, er sei mit Feinfinger verwandt – offiziell bestätigen wollte das aber bisher niemand. Deimos hat sich auf Hüte spezialisiert, allerdings ist er auch nicht verlegen darum alle anderen Schneiderarbeiten zu übernehmen, die anliegen. Kunden sollten womöglich etwas Risikofreude mit ihrem Auftrag bringen, ansonsten ist auch ein unverbindlicher Rundgang durch den Laden ein Erlebnis für sich.
Auf der Suche nach Individualität, Rebellion oder einfach dem Hang zum Schmerz ist es kaum möglich an der nächsten Sehenswürdigkeit vorbei zu kommen: Petras Körperschmuckstudio bietet allen, die sich selbst noch nicht gefunden haben die Möglichkeit, dass durch eines ihrer Werke nachzuholen. In lauschig bläulicher Atmosphäre kann man sich zurücklehnen, warten an die Reihe zu kommen und sich umsehen. Mappen mit verschiedensten Motiven gibt es zu begutachten und wenn man nett fragt, übernimmt Petra auch gewisse andere Dienste, die mit Körperschmuck in Verbindung stehen. Eine fehlende Schalldämmung und die dadurch gut hörbaren Schreie der Verzweiflung im Hinterzimmer könnten allerdings auch abschreckenden Charakter haben.
Zu guter Letzt wäre da das Madonnenstübchen. Auch in einer Elfenstadt darf ein kleines Gasthaus nicht fehlen, so ist es hier Helena, die die Gäste als Wirtin dieses von innen her sehr ansehnlichen Gebäudes bedient. Ein adrett gekleideter Bursche steht als Kellner und Garderobenjunge zur Verfügung, das Flair in den Räumlichkeiten ebenso filigran wie der Rest von Stadt und Volk. Allerdings muss einem hier der gute Ruf vorauseilen, um eintreten zu können – geheime Technologie oder einfach Zauberei? Wer weiß das schon.
Fazit: Das, was bei den Zwergen der rustikale, dröhnende Höhlencharme ist, sind in Glorfindal eindeutig die weitläufigen Wege auf dem Erdboden und eine Ebene höher in nahezu freier Luft. Ruhiger geht es hier zu, aber keineswegs weniger spannend. Aufregung und Romantik stehen sich hier gegenüber und von klischeehaftem Baumkuscheltreiben kann gar nicht die Rede sein. Es sollte sich doch am ehesten jeder selbst ein Bild von der lauschigen Lichtung machen – und das funktioniert nur, wenn man sich einmal näher umsieht. In diesem Sinn: Auf auf in den Wald!
Einführungen in die Kunde der Magie
(Auszug aus: "Von der Lehre der Elemente")
Das Ziel jeder Tätigkeit des Intellekts ist es zum Teile auch immer, ein Wunder in etwas zu verwandeln, das man begreifen kann.
Die Lehre der Elemente bietet eine Möglichkeit, die Welt, die Natur und die Magie in ihr zu verstehen, Zusammenhänge aufzudecken und Unbegreifliches begreifbar zu machen.
Dieses Werk soll dem geneigten Leser die Möglichkeit zu grundlegender universeller Fortbildung geben, aber auch als allgemeiner Leitfaden für ein Studium der Elementlehre dienen.
In der Lehre der Elemente gibt es kein Gut oder Böse, kein Richtig oder Falsch. Die Elemente sind einzig das, was sie sind, was sich in erster Instanz in einem Wort zusammenfassen lässt: elementar. Sie sind die Grundfesten unserer Welt; die Bausteine, aus denen sich das Leben zusammensetzt.
Ein jeder kennt die vier Elemente Luft, Wasser, Erde und Feuer. Diese vier stehen sich in einem Kreis
gegenüber und vereinen in sich grundlegende Wesenseigenarten. Je gegensätzlicher sich diese Eigenheiten präsentieren, desto weiter entfernt voneinander befinden sich jene Elemente im Elementkreis. Umso verwandter die Eigenarten eines Elementes einem anderen sind, umso näher stehen sie sich.
In der Mitte des Kreises steht der Geist, der alle Elemente miteinander verbindet, selbst wenn sie untereinander keine eigene direkte Verbindung besitzen.
Er verhindert, dass die augenscheinlichen Gegensätze sich gegenseitig auslöschen.
Dennoch muss man, trotz der eindeutigen Gegensätze, die anfangs unvereinbar scheinen, immer von
einem wechselseitigen Zusammenspiel ausgehen. Beispielsweise ist die Erde ohne das Wasser lediglich haltloser Staub. Aus und auf feuchter Erde kann nur Leben gedeihen, wenn durch das Feuer der Funke des Lebens überspringt, und dieses Leben vermag nur zu bestehen, solange der Wind die Luft zum Atmen spendet.
Die Elemente stehen untereinander immer im Einklang miteinander, auch wenn sie sich gegenseitig nicht nur unterstützend auswirken, sondern auch einschränkend beeinflussen können.
Die Elemente und die Elementarmagie
Feuer – Die Hitze, das Chaos
Luft – Die Leichtigkeit des Windes
Wasser – Die Ruhe, die Ordnung
Erde – Die Beständigkeit Gaias
Geist – Das Substanzlose, das Latente
Jedes Element für sich besitzt gewisse charakteristische Eigenschaften, wobei sich im Elementkreis nahestehende Elemente häufig ein oder mehrere Merkmale teilen. So verleiht der Wind generell ein inhärentes Gefühl von Schnelligkeit, welches in gewissem Maße auch dem Feuer und Wasser eigen ist, dem Element der Erde dagegen, das der Luft im Kreis gegenübersteht, kaum. Ebenso scheinen das Wasser und der Wind sich beinahe zu jeder Zeit in einem ständigen Fluss zu befinden.
Alles auf dieser Erde, also auch der Mensch und andere Lebewesen, besteht aus den Elementen,
oder Mischungen und Verbindungen der selbigen. In der Theorie ließe sich somit ferner jeder Gegenstand vollständig in seine Elementbauteile aufschlüsseln.
So wie auch den Elementen eindeutige Charakteristika zugeordnet werden können, treten prägnante
Wesenszüge in der Geistesart von Gestalten auf, die einem bestimmten Element sonders verbunden sind, oder bei denen ein bestimmter Elementzug dominiert. Man spricht beispielsweise bei einer temperamentvollen, schnelllebigen und ungestümen Person nicht ohne Grund von einem „heißblütigem Wesen.“ Eine solche Zugehörigkeit kann sich auch in der natürlichen Aura eines Wesens widerspiegeln.
Für ein Studium der Elementarmagie ist es im Regelfall von sehr großem Vorteil, insofern nicht ohnehin unabdingbar, eine Affinität zu einem Element zu identifizieren, insoweit jene vorhanden ist. (Wobei eine fehlende Element-Affinität die Ausnahme darstellt.)
Betreffende Personen besitzen dann im Bereich der Elementarmagie ihres zugehörigen Elementes das größte magische Potential und in der Regel fällt ihnen die Manipulation jenes Elementes auch am einfachsten.
Der Begriff „Elementarmagie“ bezeichnet hierbei im Allgemeinen die Manipulation der Elemente an sich. Vom Züngeln eines kleinen Flämmchens auf einer Fingerspitze, bis hin zu einem tosenden Gewittersturm, der eine ganze Stadt überzieht.
Eine detailliertere Beschreibung und weitere Spezifikationen würden dem Zweck dieses Werkes nicht
gerecht werden. Weitere Informationen können durch Studium bei, oder einem Kolloquium mit einem Gelehrten eingeholt werden.
- Das komplette Werk ist in der Thalheimer Bibliothek frei verfügbar. Für weiterführende Informationen und eine Bestimmung der Elementaffinität steht ihnen gern ein Elementar des SdE als Ansprechpartner zur Verfügung.
Elementar Alandil vom Stern der Elemente
Abhandlung über die Rassen - Teil 9
Eine wissenschaftliche Veröffentlichung von Professor Dr. Dr. Aleswi Sender
Andere Rassen: Von Tier über Dämon zu Gott
Es gibt so viele unterschiedliche Wesen in den Wyrmlanden, dass auf jede einzeln einzugehen, den Rahmen dieser Artikelserie sprengen würde und so möchten wir zum Abschluss dieser nur noch einige auch noch mehr oder minder häufiger vertretene Rassen kurz abhandeln.
Tiere: Die Fauna der Lande zieht sich in einer reichen Palette vom recht häufig anzutreffenden gemeinen Wolf bis zum hochspeziellen Eulenbär. Die meisten davon sind wildlebend, wobei es immer wieder Einzelexemplare gibt, welche offenbar einer Domestizierung unterworfen wurden. Der Haustierbestand ist hierzulande auch recht groß, doch dazu haben wir eigene Studien.
Das sogenannte ‚Alte Volk’: Oft auch als das ‚Kleine Volk’ oder das ‚Blaue Volk’ oder ‚Wesen der Anderswelt’ bezeichnet. Die meisten dieser Begriffe sind jedoch hochgradig irreführend, da diese Rassen keineswegs durchgängig blau sind, oder einer ‚anderen Welt’ angehören. Es handelt sich um vielmehr um einen Überbegriff für diverse einheimische Rassen, oft minder bis mehr magisch begabt, wozu unter anderem: Kobolde, Gnome, Feen, Faune, diverse Arten von Schraten (am bekanntesten wohl der Waldschrat), verschiedene Wasser- (Wassermänner, Nixen, als deren Unterart auch Sirenen..) oder Baumwesen (Dryaden) zählen. Die meisten davon verbringen ihr Leben sehr zurückgezogen und naturverbunden, wobei sich, wie oben schon zu sehen, manche auf einen einzigen Naturaspekt (den Baum) beschränken und sich so als unsozial erweisen.
Goblin, Ork, Oger, Riese: Über diese liegen uns leider nur wenige Informationen vor. Jedoch gehören sie mit Sicherheit auch nicht in eine Studie über die Rassen des Wyrmlandes, da es sich bei all diesen um definitiv zugewanderte, meist Einzel-, Exemplare handelt.
Geister, Gespenster und andere Widergänger: Vertreter hiervon sind schwer zu finden und noch schwerer zu untersuchen, da ihre nichtstoffliche Form viele Standardmethoden der wissenschaftlichen Analyse ausschließt. Diese Form der ‚Körperarmut’ lässt aber darauf schließen, dass es sich gar nicht um Rassen, ja nicht einmal Wesen im herkömmlichen Sinne handelt, wobei manche davon (Alb, Mahr,..) möglicherweise unter die Dämonen einzureihen sind.
Dämonen: Leider können wir ihnen auch über diese nicht allzu viel berichten. Die Sicherheit meiner Mitarbeiter und eigenen Person während der Untersuchungen zu gewährleisten, hat sich dabei als recht schwierig dargestellt und so mussten wir nach wenigen Versuchen alle weiteren erst einmal aufschieben um an Begräbnissen teilnehmen und das Haus renovieren zu können. Es dürfte sich aber um eine Zusammenfassung verschiedener Rassen handeln zu denen unter anderem: diverse Daevas und Nimdas (welche möglicherweise eine Art Herrscherrolle unter den Dämonen einnehmen), bereits genannte Mahre, Alben oder auch Druden (Subspezies vermutlich: Inccubus oder Succubus), vielleicht auch Ghule und Golems gehören. Die Liste ist schier unendlich lang und umfasst eine Reihe von extrem unterschiedlichen Wesen. Viele davon werden oft auch als ‚gefallene Engel’ betrachtet, wobei nicht geklärt ist, wo sie hineinfielen.
Engel: Ebenfalls schwer zu erhaschende Wesen. Sollte sie dieser Rasse angehören, wären wir ihnen dankbar, wenn sie sich bei uns melden und für Untersuchungen zur Verfügung stellen würden. Ihre optische Erscheinung ist jedenfalls nicht ganz einheitlich, doch dürften die meisten eine humanoide (siehe frühere Artikel) Form plus einem meist weißen Federnflügelpaar, ähnlich dem des Huhns, auf dem hinteren Teil des Torsos (sog. Rücken) haben. Ob sich daraus eine Verwandtschaft mit dem Federvieh ableiten lässt, ist ungeklärt aber nicht unwahrscheinlich.
Bleiben als weiter verbreitet nur noch zu erwähnen:
Die Elementare oder Elementarwesen:
Es ist bisher nicht geklärt ob es sich dabei auch wirklich um eine Rasse im wissenschaftlichen Sinne handelt. Die meisten verfügen über ein extrem hohes Magieniveau woraus sich ableiten ließe, dass diese ursprünglich anderen Rassen angehörten und dann irgendeinem schrecklichen Unfall oder Experiment zum Opfer fielen. Sie selbst scheinen sich in Untergruppen einzuteilen, je nachdem welchem Element sie ‚dienen’. Dieser merkwürdige, höchst unterwürfig scheinende Dienerschaft könnte auch darauf schließen lassen, dass sie allein zu diesem Zwecke gezüchtet wurden und dass es sich hierbei weniger um ein wissenschaftliches, denn (explizit fragwürdiges) theologisches Phänomen handelt.
Und da wir nun schon bei Religion sind, möchte ich auch noch erwähnen, dass
Götter definitiv keine Rasse, ja noch nicht einmal Wesen in dem Sinne, sind, sondern schlicht personifizierte Emanationen. Also Moral-, Wertvorstellungen oder andere abstrakte Begrifflichkeiten, wie z.B.: gut/böse oder Liebe/Hass, denen man sozusagen ein Gesicht gegeben, die man in eine äußere Erscheinungsform gegossen hat, um sie leichter vermitteln oder als Idealvorstellungen, ja Idole ge- (oder auch miss-) brauchen zu können.
Damit geneigte Leser endet hiermit unsere Vorstellung der Rassen. Wir hoffen ihnen damit das nötige Rüstzeug gegeben zu haben um im täglichen Leben friedlich mit ihren näher oder auch weiter weglebenden Nachbarn auskommen zu können.
Natürlich haben wir uns mit vielen der oben genannten auch näher beschäftigt und zu allen in der Serie vorgestellten Rassen gibt es ausführliche Studien. Sollten sie an einer oder mehreren Interesse haben, fertigen wir ihnen gerne eine Abschrift an. Da wir leider nicht über eine so hochmoderne Vervielfältigungsmethode wie die Grüne verfügen, können wir ihnen diese aber ausschließlich in handschriftlicher Form gegen entsprechende Aufwandsentschädigung anbieten.
Mein geschätzter Mitarbeiter meinte noch, ich sollte ihnen hier auch sagen, dass sie dazu bitte keine Tauben an Prof. Dr. Dr. Aleswi Sender schicken sollen, weil er es leid sei die toten Viecher im Hinterhof aufzuklauben. Ich muss dazu jetzt aber noch sagen, dass ich verdammt noch mal WISSENSCHAFTER bin und kein Taubendomteur! Dieses blöde Gegurre und Gehacke an die Scheiben hat mich ABGELENKT, also hab ich die Läden geschlossen. Woher soll ich wissen, dass dieses Geflügel so dämlich ist und dann solang im Hof hockt, bis es elendig krepiert? Ein Wunder, dass eine so dämliche Rasse noch nicht ausgestorben ist... hmm... ich muss weg.