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Die Grüne - Thalheims größtes Nachrichtenblatt Nachrichten und Informationen für den Wyrmländer von Welt

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Alt 06.09.2009, 19:09   #1 (Permalink)
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Standard Die Grüne - Ausgabe 64



Boiisdaei, 1 Morbidan im Jahre 1748.


Klatsch und Tratsch
(zusammengetragen von Informanten und Mitarbeitern)



Die Leere greift um sich
Wie man an der aktuellen Ausgabe der Grünen erkennen kann, dezimieren sich die Artikel in den Sommerausgaben drastisch. Grund hierfür ist die Leere, eine heimtückische ‚Krankheit’, die an vielen Stellen auftreten kann. Ausprägungen findet man beispielsweise im so genannten ‚Sommerloch’, welches gerne Zeitungen sowie andere schriftlich gefertigte Medien ereilt.
Es scheint alleine an den Wyrmländern zu liegen, den Kampf mit dieser ‚Krankheit’ aufzunehmen und sie ein für alle Mal auszurotten.

Violet von Kunden verschmäht?
Es mag seltsam erscheinen, diese Überschrift überhaupt einmal lesen zu müssen, doch anscheinend sind die Gerüchte war. Die altbekannte Schankmaid Violet empfängt Beobachtern zufolge immer weniger Kunden, nur noch wenige sehen sie mit Männern (oder auch Frauen) die Treppen nach oben steigen.
Was hat es damit auf sich? Sind die Wyrmländer der Dorfhu…maid überdrüssig? Oder herrscht auch in Cedriks Kneipe das altbekannte Sommerloch?

Herzog doch nicht Vater?
Aus zuverlässiger Quelle wurde uns berichtet, dass Herzog Parsian von Thauenstein doch nicht Vater sein soll. Vielmehr sei seine zukünftige Gemahlin des Öfteren mit einem Troll gesichtet worden sein, den sie sogar zu sich nach Hause einlud.
Da hilft wohl nur noch die Sichtkontrolle, ob Mensch oder Troll als Vater… dies sollte sich doch mit bloßem Auge erkennen lassen.

Die Wirren des Lebens


Oft redet man von zerstreuten Professoren die niemand zu Gesicht bekommt, doch die Grüne hat es geschafft: Ein solcher befand sich vor wenigen Tagen im Büro und hat mehr oder weniger bereitwillig Auskunft über sein Leben gegeben. Zugegeben, es war schwierig ihm konkrete Fragen zu stellen, doch aus dem Versuch ist etwas Brauchbares geworden.


Interview mit Prof. Dr. Dr. Aleswi Sender


Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender fällt hier auf wie ein bunter Hund und das ist noch nicht einmal wirklich als Metapher gemeint. Seine Kleidung besteht aus lauter verschiedenfarbigen Teilen und scheint nach dem Zufallsprinzip zusammengestellt worden zu sein. Oder auch der Chaostheorie...
Sakral erhebt sich aus ihrem Sessel. "Nur herein, das dort ist Timmy, unser Zeitungsjunge. Willkommen, Professor Aleswi", begrüßt sie den ihr fremden Mann, auch wenn er Artikel für die Grüne schrieb.
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender merkt gar nicht, dass er angesprochen wurde, denn er scheint inzwischen regsames Interesse an den Druckerapparaten gefunden zu haben, in welche er eben wortwörtlich gerade seine Nase hineinsteckt. "Aha... da die kleinen Zahnräder... treiben diese Rolle an... und dann..." Sein Finger folgt dem imaginären Weg, den ein Blatt Pergament durch die Gerätschaft nehmen müsste.
Sakral beobachtet Herrn Sender mit schief gelegtem Kopf. "Ehm.. hallo? Hier.. hier drüben. Seht ihr mich?"
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender fuchtelt noch immer mit dem Finger vor irgendeinem Teil herum, als er den Kopf herumdreht: "Äh? Ja? meinen sie mich? Was kann ich für sie tun junge Lady? Für eine hüb... intelligente Frau wie sie habe ich sicher noch Platz in meinem Stab", scheint er nun vergessen zu haben, dass nicht sie zu ihm, sondern er zu ihr kam. Aber immerhin strafft nun seine Figur zu seiner vollen Größe, die durchaus beachtlich ist. Auf den ersten Eindruck würde man ihn eher zum Volk der Elfen zählen: groß, ausgesprochen schlank, fast hager, blasse, beinahe fahle Haut. Nur der lange, wuschelige, graue Bart passt nicht dazu. Er sieht alt aus - vielleicht sogar älter als er ist. Das kommt wohl davon, dass er sich immer nur in seinem Büro herumtreibt und ständig arbeitet, auch gerne das Essen vergisst.
Sakral verneigt sich kurz, ehe sie ihn zu sich heran winkt. "Seid gegrüßt, ich bin Sakral und habe euch für das Interview hier her bestellt. Ihr sollt mir etwas über euch erzählen."
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender schreitet auf ihr Gewinke hin auf sie zu. "Oh… tatsächlich? Na so etwas. Das freut mich aber, dass man sich nun endlich für meine Arbeit interessiert. Und dann gleich ein Interview in der Blauen! Pardauz!" Er verneigt sich ebenfalls. "Professor Doktor Doktor Aleswi Sender, sehr erfreut Fräulein Sakral. Sakral.. wissen sie eigentlich, dass der Name aus der Medizin kommt? Os sacrum für zum Kreuzbein gehörig. Und sehr feine Manieren, muss ich sagen. Und da meint meine Liebe immer, die jungen Leute hätten keine Erziehung mehr. Dauernd quält sie mich damit, dass ich das mal untersuchen soll. Aber das ist ja Unsinn. Und ich habe so viel anderes zu tun.", da bricht der Redeschwall endlich ab. Offensichtlich hat er eben den Faden verloren.
Sakral öffnet den Mund und schließt ihn wieder. "Das… err... freut mich, nur vielleicht sollte ich anmerken, dass dies die Grüne ist. Zudem bin ich eine Elfe und habe die hundert schon überschritten... aber genug von mir. Zwei Doktortitel, interessant, worin habt ihr sie erlangt?"
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender hat den Einwurf mit dem Zeitungsnamen entweder nicht mitbekommen, oder er ignoriert ihn. "Hundert! Nun meine Liebe, DAS sieht man ihnen wirklich nicht an. Ja diese Langlebigkeit der Elfen, der muss ich auch nochmal genauer auf den Grund gehen. Irgendetwas muss da ja sein, nicht wahr. Sie müssen irgendein Geheimnis haben, denn so unähnlich sind sie uns Menschen nämlich nicht. Immerhin kann man Hybride züchten, also muss eine Verwandtschaft bestehen. Warum aber werden dann Menschen nicht so alt? Man müsste einem einmal näher kommen und sehen ob es da vielleicht irgendwelche Bräuche gibt, die dazu führen. Unglücklicherweise kenne ich keine Elfen... sehr bedauerlich." Dass ihm gerade eine gegenüber sitzt, die seine Äußerungen als Beleidigung auffassen könnte, scheint ihm entfallen.
Sakral hebt ihren rechten Zeigefinger. "Wir haben kein Geheimnis, aber ihr sicherlich... sonst würdet ihr mir eure Titel erklären. Also, was steckt dahinter. Welche Wissenschaft beherrscht ihr? Seid ihr ein Medikus?"
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender zuckt fast zurück als sie mit dem Finger auf ihn zeigt: "Wie bitte? Ich? Geheimnisse? Madame! Ich decke Geheimnisse auf! Ich suche Antworten und wenn ich welche finde, dann veröffentliche ich sie auch. Sogar in der Zeitung! Haben sie meine Artikel in der Roten nicht gelesen?!", entrüstet er sich. "Zugegeben, das ist kein wissenschaftliches Blatt, mehr so eine Klatschsammlung... aber ICH verheimliche nichts! Ich bin immerhin Doktor der Alchemie, Doktor der Physik und ehemaliger Professor der Akademie in Thalheim! Weitere Titel konnte ich mir in fernen Landen aneignen, aber die hierzulande zu tragen, wäre sinnlos. Verstünde doch keiner.", die Antworten, die sie eben erhielt waren kaum welche auf ihre Fragen, mehr hat ihn sein Gebrabbel zufällig dort hingeführt. Aber wenigstens hat er auch wieder aufgehört sich aufzuregen. Im Moment scheint er eher dem Unverständnis des gemeinen Volkes zu trauern.
Sakral schluckt, notiert sich dann aber schweigend das Wichtigste."Ihr stammt also nicht aus diesen Landen?"
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender sieht sie an und scheint endlich mal wirklich über das nachzudenken, was er eben gefragt wurde: "Nun ja. Das.. hängt davon ab, wie sie hierzulande definieren. Für manche endet das Universum gleich hinter den Mauern Thalheims, oder rund um Thalheim-Romar-Thauenstein... die menschlich besiedelten Gebiete sozusagen. Andere sprechen vom sogenannten Wyrmland und meinen damit meist das Gebiet, welches die Städte Thalheim, Romar, Thauenstein, Glorfindal, Qexelcraq, Zachazzas und Glukmoore umfasst. Einige Weitergereisten zählen auch noch die Bereiche um Ilshaldren und Buraimi Oase dazu. Aber all das ist Fiktion, da es sich um völlig unabhängige Städte handelt. Es gibt keine offizielle gemeinschaftliche Regierung, keine gemeinsamen Grenzen, keine Juridikative... und so weiter. Alle Merkmale für einen echten Staat oder auch nur Staaten und fehlen gänzlich.", beschließt er seinen Vortrag.
Sakral lächelt sachte. "Zumindest kennt ihr euch hier aus, das freut mich. Wobei ich euch mit dem Staat nicht ganz zustimme, immerhin gibt es doch einen Herzog und andere seiner Art, natürlich nicht hier im Wyrmland. Wobei das mit den Grenzen natürlich schwierig ist..." Sie hält kurz inne. "Wie kamt ihr auf die Idee diese Artikel zu verfassen, über die Rassen?"
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender nickt und lächelt freundlich bei ihrer anfänglichen Zustimmung und dem Lob. Eigentlich ist er kein unnetter Kerl. Die unter der Brille blau leuchtenden Augen sehen immer freundlich in die Welt, auch wenn oft bezweifelt werden darf, dass sie wirklich das sehen, worauf sie gerichtet sind. Und sein Ton ist zwar sicherlich belehrend, aber irgendwie mehr der eines lieben Großvaters, denn eines strengen Pädagogen. "Nun ja.. der Herzog. Ja. Den gibt es, jedoch stehen seine Wachen nur in Thalheim und in keiner der anderen Städte gibt es auch nur einen Stützpunkt - somit keine gemeinsame Exekutive. Es gibt kein allgemeines Gesetzbuch, somit keine gemeinsame Legislative und im ganzen Land gibt es keinen Gerichtshof, einmal vom Kerker abgesehen, der aber auch nur in Thalheim zu finden ist, und somit Juridikative. In der antikischen Definition eines Staates müssten aber alle diese Dinge vorhanden sein. Es gibt ja noch nicht einmal genau definierte Landesgrenzen! Nein, nein.. das kann man nicht als Staat sehen. Andernorts, wie sie sagen würden, ist man da leider viel weiter. Hier sind alle noch so ungebildet. Es ist echt ein Jammer. Aber immerhin gibt es nun eine Bibliothek wie ich hörte. Das ist gut. Und diese Zeitung, die Weiße.. das ist zwar nicht viel, denn sie scheint mir ein rechtes Klatschblatt zu sein. Aber das hab ich ja kürzlich mit meinen veröffentlichten Artikeln zu ändern versucht. Haben Sie die zufällig gelesen? Waren natürlich nur Auszüge aus den Arbeiten. Die Leute hätten es ja sonst nicht verstanden. Bildung wird hierzulande leider nicht großgeschrieben. Sieht man schon daran, dass die Akademie nicht wieder aufgebaut wird. Die Burg war dem Herzog wichtiger. Wie ich höre ist es beinah ein reines Vergnügungsviertel... Ich wünschte mir ein echtes Bildungswesen. Ein Jammer, wahrlich ein Jammer!", versinkt er nun in leichter Agonie.
Sakral lässt ein leises Hüsteln verlauten und lehnt sich zurück. "Wir sind hier in der Grünen, nur zu eurer Information. Ich leite dieses 'Klatschblatt', aber das wisst ihr sicherlich. Warum werdet ihr nicht Herzog? Immerhin habt ihr viele Ideen."
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender richtet sich auf: "Ach tatsächlich? Wie interessant. Eine so junge, und wenn ich sagen darf auch schöne Dame und schon so eine verantwortungsvolle Aufgabe? Heureka! Das habt ihr gut gemacht.", scheint er sich nun tatsächlich für ihren Erfolg zu freuen und grinst sie aus blitzenden Augen an. Die Kritik in der Aussage ist wohl nicht angekommen. Darüber hat er aber anscheinend den Rest der Aussage wieder vergessen.
Sakral fühlt sich, als rede sie gegen eine Wand. "Nun gut, wie kamt ihr auf die Ideen, die Rassen gegeneinander abzugrenzen?"
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender greift sich mit den Hand ans Kinn und zerzaust so seinen Bart noch mehr, als er ohnehin schon ist. "Nun... abgrenzen - das tun sie doch von alleine, oder nicht? Sie sind eben unterschiedlich und da ist es dann doch interessant warum sie das sind, und warum sie wurden, wie sie sind. Und warum sich manche so gar nicht mit anderen verstehen - scheinbar grundlos. In der Welt ist aber eben nichts grundlos, davon bin ich überzeugt, aus tiefstem Herzen. Und da liegt es einem Wissenschaftler doch nahe, das zu untersuchen. Leider konnten wir von manchen Spezies keine Vertreter finden, die sich als kooperativ erwiesen. Der arme Bins Odoff, seine Asche ruhe in Frieden, einer meiner treuesten Mitarbeiter, wenn auch nicht der schlaueste… Haben wir seiner Witwe die Abgeltungszahlung schon geleistet? Prüf mir das nach bitte. Das sind wir ihr schuldig", verwechselt er sie nun mit einer Mitarbeiterin.
Sakral räuspert sich. "Ich will ja nicht unhöflich sein, aber eure Wortwahl... ist manchmal nicht angemessen. Ich bei weitem nicht eure, ehm, Bedienstete oder so etwas.", verkündet sie leise. "Vielleicht solltet ihr eine Ausrufung starten, dass sich die gesuchten Wesen bei euch melden sollen."
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender: "HA! Das ist eine formidable Idee, meine Liebe. Sollten wir machen. Nur wo könnte man so etwas platzieren? Es gibt da doch diese Zeitung, die... äh… irgendeine Farbe. Egal, das bekommen wir schon hin, Wir brauchen zuerst eine Anzeige." Plötzlich rennt er herum als wäre er auf der Suche nach irgendetwas. "Wo ist denn mein Schreibzeug. Wer hat das schon wieder weggeräumt? Ich sage doch immer es soll alles an seinem Platz bleiben! Sowas sag ich doch nicht grundlos. So finde ich doch nichts. So kann man keine wissenschaftlichen Erkenntnisse erringen", wirft er verzweifelt die Arme in die Luft.
Sakral zweifelt mittlerweile irgendwie etwas an dem Verstand des Doppeldoktor-Professors. "Aber es geht euch gut, ja? Wir könnten hier in der Zeitung etwas aufsetzen."
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender hat schon einen brauchbaren Verstand, allerdings ist der offensichtlich weniger für Unterhaltungen geeignet, denn für das Studium. "Gut? Ja doch. Mir geht es exzellent, meine Liebe. Danke der Nachfrage. Wie geht es euch?"
Sakral schaut an sich herunter und mustert kurz darauf Aleswi. "Ja, mir geht es auch gut. Habt ihr eine Frau, Kinder? Sonstige Verwandte hier in den Wyrmlanden?"
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender lächelt verträumt: "Oh ja... ich habe eine Frau... ich... oh... ich hatte…" Er verstummt und Trauer macht sich zum ersten Mal auf seinem Gesicht breit. Offenbar fiel ihm eben erst wieder ein, dass sie gestorben war. "Verwandtschaft. Oh ja.. irgendwo bestimmt. Und irgendwie sind wir ja doch alle miteinander verwandt nicht wahr. Wenn auch nur entfernt", gibt er dann lustlos von sich.
Sakral hofft offensichtlich inständig, nicht mit dem werten Herren verwandt zu sein. "Ich denke es ist gut", verkündet sie dann, wieder abrupt das Thema wechselnd. "Ihr habt mir einiges über euch mitgeteilt und dafür danke ich euch."
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender blinzelt sie verwirrt an, als ihre Anrede ihn aus den Gedanken reißt: "Ja? Habe ich? Hervorragend! Ich danke euch! Es ist immer eine Freude mit so einer schönen, jungen Dame zu parlieren." Immerhin ist er stetig höflich, auch wenn fraglich ist, ob er weiß wofür er sich gerade bedankt.
Sakral erhebt sich wieder um die übliche Verabschiedung folgen zu lassen. "Mich hat es ebenso gefreut, das Ganze könnt ihr dann in der nächsten Ausgabe lesen, die Grüne."
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender nickt und nickt und hört dann auf. "Ausgabe? Welche Ausgabe? Was ist die... Gelbe?", zumindest der Anfangsbuchstabe stimmt diesmal.
Sakral macht sich zusammen mit dem seltsamen Kerl auf den Weg hinaus aus dem Büro. "Ich erkläre es euch, folgt mir einfach...", murmelt sie und geleitet ihn dann nach draußen.
Prof.Dr.Dr. Aleswi Sender lässt sich von ihr hinausbringen. Gut, dass sie ihn begleitet, denn er würde wieder bei der Druckermaschine hängenbleiben und dann wohl hier im Stehen schlafen, wenn ihn nicht der letzte Mitarbeiter vor Schließung doch noch hinausschiebt. "Oh ja! Sehr interessant. Ich höre gerne Neues.", darin begründet liegt wohl seine gute Laune, denn für ihn ist vieles Neu... und das immer wieder.

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Alt 06.09.2009, 19:11   #2 (Permalink)
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Standard Seite 2

Bomadin und die klingende Suppenschüssel
aus einem Buch der Gebrüder Isegrimm

übersetzt von Remus Lupin


Es war einmal in einem weit entfernten Land, einem Land voller exotischer Düfte und vielem goldenem Sand, ein etwa vierzehnjähriger Junge.
Bomadin, wie er genannt wurde, lebte mit seiner Mutter nach dem Tode seines Vaters in der Nähe des Bazaars. Ein großer Markt, auf dem es die wunderbarsten und außergewöhnlichsten Dinge zu kaufen gab, die man sich nur vorstellte.
Selbst Männer und Frauen wurden dort feil geboten.

Bomadin schlich eines Tages zwischen den Bazaarbesuchern herum, um hier und da jene Käufer und Verkäufer von ihrem Gold, Silber oder Bronze oder ganz anderem zu erleichtern.
Plötzlich packte ihn ein Mann an der nackten Schulter, dann am Ohr und ein böses Gesicht zu diesem festen Griff erschien: „Wen haben wir denn da? Ein kleiner, dreckiger Dieb! Bomadin!“

Der Junge kannte den Fremden nicht, doch dieser behauptete schließlich sein Onkel zu sein und kam mit ihm mit zur Mutter.
Dort bot er den beiden an, sich um sie zu kümmern, wenn er, Bomadin, ihn morgen begleitete und das tat, was er ihm befahl. Nach einer kurzen Beratung stimmten Mutter und Sohn alsbald zu und Bomadin machte sich am nächsten Tag in aller Frühe auf seinem Onkel Lagren zum Gebirge zu folgen.
Lagren war nicht bereit Bomadin schon vorher ins Vertrauen zu ziehen, statt dessen sah er sich immer gehetzt um.

Als sie an einen Felsen gelangten, befahl der Ältere dem Jungen ihm dabei zu helfen, diesen Felsen fort zu schieben. Zum Vorschein kam ein Loch, mehr ein Spalt, so dünn und knapp, dass gerade ein schmächtiger, stets hungriger Junge wie Bomadin hindurch passen würde. Und genau dies gebot ihm auch Lagren.

An einem Seil ließ er den Jungen in das dunkle Loch. Nur eine kleine Kerze leistete Bomadin Gesellschaft. Schließlich stellte er die unbeschuhten Füße auf Gold, jeder Menge Gold. Mit großen Augen sah sich der Knabe um.
„Such die Schüssel, sieht aus wie eine Suppenschüssel mit Einbuchtungen am Rand,“ rief der Onkel nun zu ihm herunter. „Dazu die Pergamentrollen darin und daneben muss etwas Längliches liegen. Wie .. wie ein Löffel! Alles aus Gold und reichlich verziert. Nimm nichts anderes! Nur diese Sachen und gib mir Bescheid, damit ich dich dann wieder nach oben holen kann!“
Gehorsam sah sich Bomadin um und fand das Beschriebene. Er beugte sich zu dem Löffel und nahm ihn auf. Doch er hatte die Schwere falsch eingeschätzt und er rutschte ihm aus der Hand. Ein sonderbarer Ton erklang, als dieser Gegenstand auf die Suppenschüssel fiel und ein zweiter folgte, als er genau die gegenüberliegende Seite traf.

„Was tust du da!“ wetterte der Onkel von oben: „Lass das und befestige alles am Seil, damit ich es hochziehen kann!“
„Eh, zieh mich mitsamt den Dingen hoch, Oheim,“ forderte der Junge misstrauisch.
„Nein! Zuerst die Schüssel und das andere. Mach schnell!“
Doch Bomadin traute seinem Onkel nicht. Jemand der den Namen Lagren trägt und von einem Tag auf den anderen auf dem Bazaar auftaucht, als wäre er direkt aus der Unterwelt gefahren, war ihm doch sehr mit Vorsicht zu genießen.
Lagren fluchte und schimpfte lautstark und Bomadin hob den Löffel, das längliche Ding hoch und drohte seinem Onkel. Doch dann wurde es dunkel. Sein Oheim hatte seine Drohung wahr gemacht und schien ihn jetzt allein zu lassen.
Das Seil landete neben ihm auf dem vielen Gold und die Funzel spendete nur noch wenig Licht. Bomadin trat etwas Gold beiseite. Ein Teil davon landete in der Suppenschüssel und neue Töne erklangen aus ihr. Irgendetwas schien es mit diesem Ding auf sich zu haben.
Der Junge nahm die Pergamente heraus und fand gleich darauf viel Gefallen daran dem schüsselartigen Ding immer neue Töne zu entlocken. Und wie die Jugend so ist, irgendwann fand er den erforderlichen Ton, die Melodie, die jeden mitwippen lässt.

Doch nicht nur das – mit einem PLOPP erschien ein Gespenst, wie er annahm. Eine Frau, seltsam angezogen, aber mit einem äußerst bezaubernden Lächeln auf den blauen Lippen. „Sei mir gegrüßt, Meister,“ sprach sie und verbeugte sich: „Du hast jetzt drei Wünsche frei.“
Als Bomadin seine Sprache wieder fand, konnte er alles wieder in gute Bahnen leiten. Die Frau aus der Schüssel tat mit ihrer magischen Kraft ihr Übriges.

Der böse Oheim wurde in die Unterwelt verbannt und Bomadin und seine Nachfahren lebten ein gutes Leben.
Und wenn er nicht gestorben ist .. erfüllt ihm die bezaubernde Frau noch immer alle Wünsche und hat keine Zeit von einem strandenden Mann in einer Flasche gefunden zu werden.


Der Erlkönig


Wer reitet so spät
durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater
mit seinem Kind.

Er hält den Knaben
fest auf dem Schoss
und denkt: "Ich hoffe,
den werd' ich heut los."

"Mein Sohn, was birgst Du
so bang Dein Gesicht?"
"Siehst, Vater, Du
den Erlkönig nicht?"

"Hallo, Erlkönig!
Willst Du das Kind von mir?
Für nur zwei Gold
gehört es Dir!"

"Dank, Vater,
für die Offerte, doch
der Preis erscheint mir
ein wenig zu hoch."

"Erlkönigs Töchter,
wollt ihr mein Kind?"
"Du weißt doch,
wie schlecht wir bei Kasse sind!"

Der Vater erreicht
den Hof voller Sorgen
und denkt: "Vielleicht
verkauf' ich ihn morgen."

Ziemlich S. Innlos


Die Kinder der Wyrmländer


Eine Kindheit im Wyrmland kann mit unter tragisch enden. Erst stirbt die Mutter an Hungersnot und kurz darauf wird der Vater vom Grünen Drachen verspeist. Wie soll also ein kleines Kind in so jungen Jahren alleine zu Recht kommen? Es gibt kein Institut das sich den verwaisten Kindern annimmt. Und ist es nicht so das die Zukunft in der Jugend des Wyrmland ruht?

Wir wundern uns wieso sich Diebe, Lumpenpack und Gesindel vermehren und es immer weniger rechtschaffene Bürger und Arbeiter gibt? Nun wenn Mutter und Vater das Kind alleine im grausamen Wyrm zurück lassen. Mit Angst im Herzen und Hunger in den Mägen, ohne Gold und ohne Liebe. Was erwartet ihr eigentlich? Dass aus den verwaisten Kindern gute Bürger werden, wenn sie schon mit drei Jahren klauen müssen für ihr essen.

Vielleicht sollten wir Erwachsenen einen Moment inne halten, wenn wir ein kleines Straßenkind sehen, das ausgehungert in der Bettelgasse sitzt und bettelt. Vielleicht sollten wir diesen Kindern geben, was Sie nicht haben. Vielleicht sollten wir für wenige Momente ersetzen, was die Jugend so vermisst. Eine kleine Goldmünze, ein liebes Lächeln und etwas Zuwendung. Und aus unseren Gossenkindern kann soviel mehr werden, als Gesindel und Lumpenpack. Man müsste sich nur einmal die Zeit nehmen.

Also Bürger und Bürgerinnen, denkt einmal über die Worte einer besorgten Mutter, die selbst vier Kinder hat, nach. Und vielleicht können wir so das Wyrmland zu einem besseren Ort für Kinder, Jugendliche und Uns machen!


Kleinigkeiten
von Remus Lupin


Ich frage mich schon seit geraumer Zeit, was so süß an ihnen sein soll: an Babys, an Kleinkinder, an Kinder im Allgemeinen.
Es fängt mit der frohen Botschaft an. Wir sind schwanger! Ja, nicht ich, nicht du: wir. Doch irgendwie werden Frauen schneller schwanger und wissen vorher ganz genau davon, als Männer. Männer werden grundsätzlich nicht gefragt. Sie werden überrascht. Und die Frauen? Sie werden... merkwürdig. Nicht, dass sie vorher nicht merkwürdig waren. Sie werden nur noch merkwürdiger als zuvor. Sie entwickeln Marotten, entfernen sich oder nähern sich zu stark, je nach Laune (die sekündlich anders sein kann).
Dann ist es endlich geschafft – man hat so einen kleine, süßen Fratz. Sie lächeln einen an, haben vielleicht sogar schon Haare, riechen nach Creme und Puder und weiche Haut und man denkt: Wunderbar, sieht ja gar nicht so schrecklich aus!
Doch dann .. schreien sie, weinen, ihnen läuft die Nase, sie pinkeln sich bis zum Hals voll und vielleicht sogar noch schlimmeres. Und das Tag für Tag und Nacht für Nacht.
Nun, man hat ja noch die Chance, dass diese kleinen Dinger größer werden und selbst einen Abort besuchen können, nicht wahr? Irrtum!
Sie werden größer und grabschen nach allem, stecken alles in den Mund, kriechen oder laufen dir hinterher und das Weinen bleibt erst einmal, denn jetzt wissen sie, dass sie einen damit zu allem bringen, was sie wollen!
Und es kommt noch schlimmer. Sobald sie sprechen können, fragen sie einem Löcher in den Bauch, reden ohne Unterlass und meinen, sie müssten dir jeden Witz erzählen auch wenn sie ihn vielleicht nicht einmal selbst verstanden haben.
Noch ein paar Jahre später muss man Jungen vor der Türe abwimmeln und sie vor den Fenstern vertreiben, wenn der süße Fratz, der sich gerade noch selbst bepinkelt hat, plötzlich zu einer attraktiven jungen Frau geworden ist. Und natürlich! weiß sie noch immer, dass sie einen um den Finger wickeln kann, wenn sie nur lächelt oder gar Tränen in den Augen hat!
Bei all diesen Nachteilen ist es mir ein Rätsel, dass das Kinderkriegen in den Wyrmlanden so beliebt ist.
Doch ich habe eine Theorie: Die Wyrmländer lieben es einfach Kleinigkeiten herzustellen. Sie denken dabei oder davor nicht daran, dass aus Kleinigkeiten, große Schwierigkeiten erwachsen können. Vielleicht denken sie auch einfach gar nichts. Hm, möglicherweise sollte jemand in den Wyrmlanden die Intelligenz erfinden... oder einen Krämer, der öfter mal ein paar Tierdärme verkauft.


Jugger
Von Elementare Sakral


Allein das Wort mag schon seltsam klingen: Jugger
Kann man das essen?
Nein, es ist vielmehr eine höchst interessante Mannschaftssportart, die erst seit wenigen Jahren ihren Einzug ins Wyrmland gestartet hat. Bei diesem Spiel geht es darum, einen Hundeschädel so oft wie möglich in das gegnerische Mal zu bringen und somit Punkte zu ergattern.
Die Schwierigkeit liegt darin, dass der Hundeschädel nur von einem Spieler in der Hand gehalten werden darf, welcher sich frei über das Feld bewegen kann.

Das Spielfeld ist abgegrenzt und meist 20 Schritte in der Länge und 40 in der Breite groß. Jede Mannschaft besitzt in ihrem Teil des Feldes ein rundes Mal – meistens eine Mulde – welches sie beschützen müssen. Hier hinein muss der Schädel gebracht werden, wenn die gegnerische Mannschaft einen Punkt erzielen möchte.
Die Mannschaftsgröße kann dabei variieren, meist sind aber 5-8 Spieler vertreten. Zusätzlich gibt es den „Läufer“, der den Hundeschädel als einziger in die Hand nehmen darf.

Jugger ist zeitlich begrenzt. Das Werfen von Steinen gegen einen Gong dient dabei als Zeitmessung, aber auch Trommeln können hierfür verwendet werden. Jedes Spiel besteht aus zwei Hälften von jeweils 100 Steinen Länge und zu jedem Zugbeginn positionieren sich die Mannschaften auf ihren Feldseiten – der Schädel wird in die Mitte gelegt.

Ist das Kommando zum Start gegeben, laufen beide Mannschaften aufeinander zu und versuchen sich gegenseitig aufzuhalten. Die beiden Läufer hingegen versuchen so schnell wie möglich an den Schädel zu gelangen, um damit einen Punkt zu erzielen.
Wird ein Spieler von einer der „Waffen“ getroffen, egal ob vom Gegner oder eigenem Mann, so hat er sich auf den Boden zu knien und fünf Steinschläge lang abzuwarten. Hand- oder Kopftreffer dürfen ignoriert werden, sofern sich das einrichten lässt.

Um das Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten, dürfen die Spieler nur mit den „Waffen“ Treffer landen, die beiden Läufer hingegen dürfen sich gegenseitig auch durch körperliche Attacken aufhalten.
Sieger ist, wie nicht anders zu erwarten, die Mannschaft, die bis zum Spielende die meisten Treffer erlangt hat. Unentschieden werden möglichst vermieden, sodass bei kleineren Turnieren ein Weiterkommen mindestens einer Mannschaft garantiert ist.

Sollte jemand nun auf den Geschmack gekommen sein, so muss er sich lediglich genug Mitspieler und einen Hundeschädel suchen und der Spaß geht los.
Unvermeidbar ist hierbei, dass die Spielfläche nicht mitten auf einem Dorfplatz liegt, sodass keine störenden Passanten das Geschehen aufhalten. Offizielle Jugger-Gruppierungen sind mir selbst noch nicht vorgekommen, doch das kann sich ja mit der Zeit ändern.


Geändert von Sakral (06.09.2009 um 22:05 Uhr).
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Alt 06.09.2009, 19:12   #3 (Permalink)
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Die süße Sünde


Jeder braucht mal etwas Abstand vom Alltag. Oder fühlt sich ausgelaugt und abgenutzt. Das ist ganz normal. Aber was wäre, wenn ich dir sage, dass ich die Lösung für dein Problem bin?

Ich erfülle gegen gewisses Entgeld (mehr dazu per Taube) jeden deiner Wünsche. Du magst es wild und verrucht? Suchst den Kick bei einer schnellen Nummer, an die du noch Tage denken willst? Oder du bist einfach gelangweilt und suchst den Spaß? Vielleicht erfüllt deine Liebste auch nicht mehr deine Anforderungen, aber all das ist für mich kein Problem. Denn ich bin verschwiegen, lasse deine Träume wahr werden und achte stets darauf mich nicht schwängern zu lassen.

Also wenn du eine wilde, charmante und gut aussehende Dirne mieten willst, dann melde dich bei mir. Eine Taube an Alexes reicht.

Ich freue mich schon auf deinen kleinen Piepmatz.
Kuss Alexes


Grüne Dienste:


Wussten Sie, dass...

... ein mit Petroleum getränkter Lappen im Maulwurfsloch diesen vertreibt?

... ein grauer Morgenhimmel schönes Wetter bringt?

... sich Eisenschrauben selbst nach Jahren wieder leicht herausschrauben lassen, wenn man sie vorher mit einer Mischung aus Schmieröl und Graphit bestrichen hat?


Aktuelle Wettervorhersage:

* Im September große Ameisenhügel - strafft der Winter schon die Zügel.

* Blüh'n die Disteln reich und voll, ein schöner Herbst dir blühen soll.


Die einfache Weisheit:

* Die Leute lernst auf dem Markt kennen, nicht im Tempel.


Rezept zur Jahreszeit:

Zur Pilzpfanne nehme man: 300g frische Pilze, 500g Kartoffeln, 4 gr.L. Öl, Salz, Pfeffer, 2 Knoblauchzehen, Rosmarin, 20g Butter, 2 gr.L. Zitronensaft, 3 rote Zwiebeln, 3 säuerliche Äpfel, 150g Mettwurst, 150g Hartkäse, Petersilie.

Kartoffeln schälen und in Scheiben geschnitten in heißem Öl unter häufigem Wenden langsam braun braten, Zwiebelringe gegen Ende zugeben und mit braten. Knoblauchzehen und gesäuberte, halbierte Pilze in anderer Pfanne mit Rosmarin kurz bräunen. Butter unter die Pilze rühren, mit Zitrone beträufeln. Zum Schluss in Scheiben geschnittene Wurst, geachtelte Äpfel, sowie Pilze zu den Kartoffeln geben. Den grob geriebenen Käse über der Kartoffelpfanne verteilen und schmelzen lassen. Fein zerkleinerte Petersilie darüber streuen.




Der Mann von Seite 3
Heute: Arton


__________________
Chefredaktion: Wildvogel Chara

Ihr habt haltlose Gerüchte für uns?
Wollt in einem offenen Brief eure Meinung kund tun?
Habt Lustiges, oder Trauriges?
Habt etwas Berichtenswertes erlebt?
Wollt der Redaktion in einem Interview einmal Rede und Antwort stehen?
Oder kennt ein reizvolles Gesicht für Seite 3?

Schickt uns eine Taube an : die-gruene@lotgd.de!
Einsendeschluss: Mittwoch, der 07.09.2011
Erscheinungsdatum: Aller 2 Monate

Diese Zeitung lebt von eurer Mitarbeit!
Schreibt uns! Wir freuen uns!
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Alt 06.09.2009, 19:32   #4 (Permalink)
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Gelangweilt wie jede Nacht sitzt der Halbelf in der Schenke seines Waybs und starrt neben dem Tisch auch noch Löcher in die Grüne. Hat einer der Gäste anscheinend vergessen und dem Mischblüter somit wenigstens einige Augenblicke der Ablenkung gegönnt.
Mehr Wayber als es zum glücklich werden bräuchte in diesem Schuppen, und denoch sind Freude und Unternehmenslust aus dem blassen Layb entschwunden. Ob nun das eigene Wayb oder die käufliche Sippschaft, Anreize in diesem Schuppen fehlen schon viel zu lange für den deswegen in letzter Zeit zunehmend griesgrämiger gewordenen Mischling.
Da kommt ihm eine der Anzeigen im lokalen Klatschblatt nur recht wie sich am Heben einer Augenbraue bemerkbar macht. Das Eichhorn welches es sich wie so oft auf dem Schoß bequem gemacht hatte, wird schnell seiner Ruhe beraubt als der Untote dieses ohne lange zu zögern mit einer Nachricht am Halsband zur Türe hinaus scheucht.
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Spark: so gesehen wär das fast eine winwin-situation
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Spark Amandil ist offline  
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Alt 06.09.2009, 20:00   #5 (Permalink)
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Ungeduldig geht die Metze in ihrem kleinen Tavernen zimmer auf und ab. Wie lange sollte Sie den noch warten? Doch die Geduld sollte nicht länger auf die Probe gestellt werden, als es an der Tür klopft und der kleine Timmy ihr die Zeitung reicht. Ohne dem Jungen ein kleines Trinkgeld zu geben knallt die Käufliche die Tür wieder zu und faucht irgendetwas von: "Würde ja auch Zeit.". Mürrisch lässt sich die Dirne auf das flauschig, weiche und kuschlige Himmelbett fallen und fängt sofort an in der Grünen herum zu blättern. Hoffentlich hatte die Redakteurin auch alles so gemacht, wie Sie es wollte. Die giftgrünen Seelenspiegel überfliegen den Teil Klatsch und Tratsch. Ein unwillkürliches schiefes Grinsen stiehlt sich auf die perfekten Züge der Hure. Wer wollte sich auch schon an den Busen dieser Schankmaid kuscheln, wenn man den ihren haben konnte?! Nun gut, Alexes kannte Violett nicht und die Dirne war auch noch nicht in Cedriks Kneipe gewesen, dennoch war es ja wohl außer Frage, wieso kein Mann es sich mehr bei dieser Frau gemütlich machte. Schließlich war Sie nun hier! Das Interview überspringt die Käufliche sichtlich gelangweilt. Und auch für Geschichten hat die Frau ehr wenig über. Die Augen huschen über die beiden Artikel die über die Kinder handeln. Alexes konnte den Herrn Lupin gut verstehen. Teilte Sie seine Ansicht doch ebenso. Es gab noch immer Tiergedärme, die man nutzen konnte. Vielleicht hinderte das den Spaß der Frau etwas – und die Dirne wusste wovon Sie sprach – aber war das immer noch besser, als mit einer dicken Kugel oder gar ein Balg durch die Gegend zu rennen. Über die Beschreibung von Jugger musste Sie schmunzeln, wenn Sie auch selber nur einen Sport betriebt. Doch endlich haben die giftgrünen Seelenspiegel die Anzeige erhascht auf die sie aus gewesen waren. Nahe zu Professional gleiten die Irden über die geschrieben Lettern. Und Alexes konnte mit Recht sagen, das die Redakteurin ihre Arbeit gut verrichtet hatte. Alles war so wie Sie es gewollt hatte. Na, dann hoffen wir mal auf reichlich Täubchen oder anderes Getier. ~~~
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Alt 06.09.2009, 20:01   #6 (Permalink)
Mei
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Der Söldner kommt kurz aus seinem Anwesen herraus, nimmt Timmy die Zeitung gegen ein großzügiges Entgeld ab und verschwindet wieder im Innern.
Im Kaminzimmer angekomen, wird es sich im Sessel gemütlich gemacht und die Zeitung gelesen.
Das Interview liest er mit einem breiten Grinsen.
Als er alle Artikel durchgelesen hat, faltet er die Zeitung zusammen und begibt sich fröhlich pfeifend in sein Arbeitszimmer.
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Alt 06.09.2009, 20:12   #7 (Permalink)
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Mit halb geöffneten Augen beobachtet die Drachin grade ihre Umgebung als etwas knisternes ihren Blick kreuzt. Mit einer schnellen Bewegung ihres Schwanzes drückt sie es zu Boden und zieht es zu sich hin. ~was ist denn das?~ den Kopf angehoben und die Klauen zur hilfe nehmened entfaltet sie das mitgenommene Kneul. ~Hm... die Schriftzeichen scheinen sich etwas verändert zu haben~ die Nase nun dicht über das Blatt haltend entziffert sie nach und nach, dass was dieses Nachrichtenblatt ihr sagen will und lehrnt so nach und nach die neue Schrift der Menschen.
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FalkenWölfin ist offline  
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Alt 06.09.2009, 21:30   #8 (Permalink)
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Cyrian eine Nachricht über ICQ schicken
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Das Weibsbild tritt gut gelaunt vor die Türe und -siehe da - da findet man auch schon die Grüne.Immer wieder erstaunlich das Timmy selbst in ihren Winkel kam.Neugierig schnappt man sich das Blatt und lehnt sich an das Gemäuer um schnell durch zu blätter.Breit grinsend wird da über Violet gelesen.Doch was fällt einem da ins Auge?Eine Anzeige?Mit jedem weiteren Wort wandern die AUgenbrauen nach oben und ziehen sich schließlich zusammen.Na so etwas!Schon landet die Grüne wieder auf den Boden und das Weibsbild macht sich,mit deutlich schlechterer Laune,auf in die Thalheimer Kneipe.
Cyrian ist offline  
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Alt 07.09.2009, 11:48   #9 (Permalink)
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Benutzerbild von Lladro
 
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Khazal Siebenstern will es sich gerade auf dem Abort mit dem Mädchen auf Seite 3 so richtig gemütlich machen, als ihm plötzlich das Antlitz eines .. zahngebleichten JÜNGLINGS?! förmlich anspringt. Missmutig überfliegt er den Rest, blättert nach vorn, wieder zurück und hält einen Moment inne.
"Was keine Miete zahlt .. muss raus!" bevor er die Seite umschlägt und seinen Augen nicht mehr trauen zu können glaubt. "Jetzt muss mann fürs Sommerloch sogar löhnen?!" Er liest die vermeintlich eindeutige Anzeige noch einmal, abgenutzt, vom kleinen Piepmatz ist die Rede. An für sich eine Unterstellung, die an Frechheit kaum zu überbieten ist. Dabei fragt Khazal Siebenstern sich beiläufig, wie das wohl ablaufen würde im prüden Thalheim. Immerhin würde ja niemand kontrollieren, ob nicht Timmy selbst von seinem schweißtreibenden Ferienjob mal .. Abstand gewinnen wollte.

Gerade als Khazal Siebenstern sich kopfschüttelnd wieder den eigenen Geschäften widmet, fällt sein Blick auf das einlagige Toilettenpapier. "Verdammte de Vries! Der eine ist sich zu fein zum Kacken, der andere zu geizig, um wenigstens anständiges Klopapier zu kaufen!" Immerhin .. sind sie bedruckt mit Kreuzworträstel. "Zahlwort mit 4 Buchstaben, am Ende ein 'r'.." Khazal Siebenstern überlegt, und überlegt. "Ahh! OBER!"
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19.07.2004



25.Juli 2011
Lladro ist offline  
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Alt 07.09.2009, 12:26   #10 (Permalink)
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Benutzerbild von Armano Liveking
 
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Armano nimmt seine Zeitung Timmy wiedermal die Tür vor der Nase zuchlagend mit auf seinen Lieblingssessel. Amüsierend über eines seiner Lieblingsgedichte fiel ihm bald schon der Wicht auf auf Seite drei. Verzweifelt hoffte er dies sei irgendeine unbedeutende Vermisstenanzeige und graste den Rest der Zeitung ab nach einer holden Maid an deren Anblick er sich ergötzen könne in der Einsamkeit seines Schlosses. Ergebnisslos...doch dann fiel ihm ein weiterer Artikel ins Auge. Dirnen die sich mit Zeitungsanzeigen anpreisten? Er wusste nicht ob das ernst gemeint war oder eine Art Falle von der Stadtwache um Gesindel und durstige Schlossherren wie ihn einzufangen. Er würde sich dies noch einige Zeit durch den Kopf gehen lassen und las fürs erste weiter in der Grünen herrum.
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"The Bird of the Hermes is my name, eating my wings to make me tame."

Aufschrift eines Sarges eines nahen Bekannten

"If i should beat this damn Green Dragon here gimme a hell yeah!" -Ein kalter Stein
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