| Die Grüne - Thalheims größtes Nachrichtenblatt Nachrichten und Informationen für den Wyrmländer von Welt |
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06.12.2009, 16:21
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Die Grüne - Weihnachtsausgabe
Kendaei, Estoran 4, im Jahre 1749 .
Ansteckende Sinne
Die ersten Besucher des Tempels der sechs Sinne müssen sich angeblich nun mit scheußlichen, hartnäckigen und ansteckenden Krankheiten auseinandersetzen. Jemand, wenn nicht sogar alle Mitglieder dieser Vereinigung scheinen die Herde dieser Krankheiten zu sein. Kunden des Tempels sind meist an den Ausschlägen um die Nase herum zu erkennen und daran, dass sie sich ständig unter dem Bauch kratzen müssen. Der Herzog ist aufgefordert etwas gegen die Verbreitung der Seuche zu unternehmen, bevor noch sämtliche zehn dämonische Plagen über das Wyrmland kommen. Die Templer und Templerinnen gehören eindeutig unter Quarantäne. Womöglich übertragen sie sogar die Schweinephillis.
Blaue Fata Morgana
Einigen Säufern, die im Wyrmforst unterwegs waren, sind zuletzt kleine, blaue Kobolde aufgefallen. Diese Kobolde scheinen in Waldpilzen zu leben. Ab und zu wird auch ein wirrer, meist schreiender alter Mann im Wald beobachtet, wie er mit einem Schmetterlingsnetz Jagd auf diese Kobolde macht. Ein oft schlecht gelaunter schwarzer Kater folgt diesem Alten auf Schritt und Tritt. Es wird gemunkelt, dass Deimos 5000 Goldstücke demjenigen verspricht, der ihm einen kleinen, blauen Pelz bringt.
Böse und dumm?
Dämonen sind lichtscheue, böse Wesen. Das ist an sich nichts neues, aber man will nun heraus gefunden haben, dass Dämonen nur halb so klug wie Zwerge sind. Offenbar können sie dieses Defizit mit Boshaftigkeit, Selbstbewusstsein und Körpergröße so weit kompensieren, dass man es kaum bemerkt.
Und täglich grüßt die Klerikerin
Es geht das Gerücht herum, dass sich viele, gegen ihren Willen geheilte Krieger gegen eine bestimmte Klerikerin verbünden wollen. Anstatt sich wegen ihrer Wunden von hübschen Troll-Nonnen verbinden zu lassen oder gegenüber ihrer Angebeteten mit den Narben angeben zu können, werden sie tagtäglich dazu gezwungen die Heilkräfte von dieser Klerikerin annehmen zu müssen. Viel Wut und Verzweiflung hat sich aufgestaut. Der Klerikerin soll in einer dunklen Nacht aufgelauert, ihr einen Sack über den Kopf gestülpt und sie in den düstersten Kerker von Thauenstein geworfen werden. Da dies ein offenes Gerücht ist, wird der Plan bestimmt noch einmal abgeändert.
Ein Wintertraum wird wahr
Wer träumt nicht davon, eines Tages einer wirklich netten Person zu begegnen, die einen einfach so beschenkt. Exklusiv für die Grüne hat Nikolaus von Myra Rede und Antwort gegenüber vielen Fragen gestanden. Wer glaubt, in dem Wohltäter nur einen dicken Menschenmann mit Rauschebart zu sehen, der hat sich getäuscht – entdeckt selbst, was Nikolaus zu seiner Person zu sagen hat.
Interview mit Nikolaus von Myra
Sakral begrüßt ihren heutigen Gast recht herzlich. „Seid mir gegrüßt, edler Spender für das Waisenhaus in Thalheim.“
Nikolaus von Myra lacht leise. „Edler Spender? Ich sehe dies als eine Selbstverständlichkeit an, armen, elternlosen Kindern zu helfen. Und mir… ist es eher unangenehm, dies hier öffentlich kund zu tun, ich will wirklich keine ellenlangen Dankesbekundungen.“
Sakral schüttelt das Haupt sachte. „Das sehe ich ganz anders, nun denn, erzählt doch einmal etwas mehr über euch.“
Nikolaus von Myra lehnt sich in seinem Sessel zurück und fährt sich langsam über seinen weißen Rauschebart. „Ich stamme aus einem kleinen Fischerdorf an der Küste, nicht wirklich sehenswert, aber dort lernt man, dass man froh sein sollte über das, was man im Leben erhält. Vor allem, wenn es etwas geschenkte ist.“ Dabei zwinkert er.
Sakral lächelt kurz. „Wunderbar, aber stimmt es denn auch, dass ihr einen… Schlitten fahrt?“
Nikolaus von Myra schweigt einige Momente, eher er langsam nickt. „Wenn es das Winterwetter zulässt, dann ja. Meist habe ich vier bis sechs Rentiere davor gespannt, sodass diese mit Leichtigkeit jemanden wie mich ziehen können.“ Dann lacht er. „Und natürlich die Jutesäcke voll mit Geschenken, immerhin ist es nicht nur das Thalheimer Waisenhaus, welches ich ab und an aufsuche.“
Sakral wirkt neugierig und lehnt sich etwas vor. „Erzählt mir mehr.“
Nikolaus von Myra macht eine ausschweifende Geste. „Nun, es wundert mich eigentlich, dass bisher noch nicht mehr über mich an die Ohren der Wyrmländer gelangt ist. Jedes Jahr, zur kalten Jahreszeit, besuche ich die Kleinen, um ihnen eine Freude zu machen. Ob Trolle, Elfen oder gar Zwerge, ich bin überall willkommen.“
Sakral lässt ihre Schreibfeder kurz sinken und schnaubt dann leise auf. „Dann sitze ich hier wohl tatsächlich vor dem Weihnachtsmann.“
Nikolaus von Myra lacht wieder und hält sich den Bauch. „Nennt es, wie ihr es wollt, mein Name ist Nikolaus von Myra und eigentlich will ich auch nur so genannt werden.
Sakral deutet auf die rote Gewandung des Mannes. „Gut, Nikolaus, warum tragt ihr eigentlich diese sonderbaren Sachen und die rote Mütze? Eine Verschwörung mit den Mützenzwergen im Wald?“
Nikolaus von Myra hebt irritiert die Augenbrauen. „Mützenzwerge? Nie einem begegnet und um ehrlich zu sein, bin ich auch viel zu groß, als dass sie mich einfach als Verhandlungspartner akzeptieren… nein, nein. Irgendwann einmal habe ich mir das Ganze anfertigen lassen, weil mir die rote Farbe so gut gefiel. Und diese weißen Stellen hier.“ Er deutet auf die weiße Felleinfassung, die die Ränder seiner Gewandung ziert. „Stehen für den Schnee in dieser kalten Jahreszeit.“
Sakral betrachtet das Ganze aufmerksam. „Mit Bedacht gewählt, so soll es sein. Sagt, Nikolaus, habt ihr eine Frau?“
Nikolaus von Myra hebt die Augenbrauen. „Spielt das denn eine Rolle für meine Arbeit? Ich glaube nicht und selbst wenn, so würde ich es gewiss nicht verraten. Genauso gut könnte ich euch diese Frage stellen und das wollt ihr doch sicher nicht.“
Sakral kichert leise. „Ich müsste euch da auch enttäuschen, eine Frau habe ich leider nicht, ‚nur‘ einen Mann. Und eure Rentiere, was macht ihr mit ihnen im Sommer, wenn es keine Arbeit für sie gibt?“
Nikolaus von Myra scheint kurz nachdenken zu müssen. „Wie erkläre ich das am besten, hmhm, nun, die Welt ist groß. Wenn es im Wyrmland Sommer ist, so ist es in einem anderen Teil dieser Welt Winter. Somit sind meine Rentiere immer mit Schlittenziehen beschäftigt, langweilig wird ihnen also nicht. Und achja, Erwachsene freuen sich auch sehr über Geschenke, man glaubt es kaum, aber dann werden sie wieder wie Kinder.“
Sakral scheint da nur zustimmen zu können. „Dem kann ich nur zustimmen, warum sollte es auch anders sein.“
Nikolaus von Myra hebt sogleich mahnend den Finger. „Ja, aber dennoch sollte man brav sein, denn der Nikolaus kommt nicht zu bösen Kindern und Erwachsenen.“
Sakral lacht nun leise. „Dies sollten wir uns so denn zum Schluss merken, vielen Dank, Nikolaus von Myra, für das offene Gespräch.“und sie dann auf dem Backblech auskühlen lassen.
Weihnachtsgedicht
Joseph Freiherr von Eichendorff
Markt und Straßen stehn verlaßen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh' ich durch die Gaßen,
Alles sieht so festlich aus.
An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.
Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!
Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!
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06.12.2009, 16:24
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Seite 2
Einführungen in die Kunde der Magie - Teil II
(Auszug aus: "Von der Lehre der Elemente")
Elementverbindungen
Wie vorangehend bereits erwähnt können sich Elemente verbinden. Die gängigsten und grundlegendsten dieser Verbindungen sollen im Folgenden genannt und grob umschrieben werden.
Holz – Die Verbindung aus Erde und Wasser bietet die Grundlage für jegliches Pflanzenwachstum und verschafft dem Anwender somit die Möglichkeit (in erster Instanz) leblose Gebilde aus Pflanzengewebe zu erschaffen.
Lava – Bei genügend Hitze schmilzt jeder Stoff. Die Verbindung aus Erde und Feuer entfesselt die Kraft eines brodelnden Vulkans.
Eis – Ein sanfter Windhauch wirkt auf feuchter Haut ungleich kälter, als auf trockener. Die Verbindung aus Wasser und Luft macht sich diese Wechselwirkung zu Nutze, um (in erster Instanz) leblose Gebilde aus Eis zu erwirken.
Blitz – Welche Kraft hinter einem Windstoß stecken kann ist ebenso offensichtlich wie die scheinbare Unaufhaltsamkeit eines Brandes, der einen ganzen Wald verzehren könnte. Die Verbindung aus Feuer und Luft vereint diese zwei Formen der Energie, der Bewegung und der Hitze, zu ihrer reinsten Form – einem Blitz.
Nicht nur stellt diese Übersicht lediglich einen kleinen Teil der Möglichkeiten von Elementverbindungen dar, es sei auch erwähnt, dass zwei Elemente nicht nur auf eine, sondern auf unterschiedliche Weise miteinander kombiniert werden können. Als Beispiel lässt sich eine weitere Verbindung von Feuer und Luft erwähnen, bei der ein Sturm den Druck liefert, das sonst so flüchtige Element des Feuers in eine Art „festes Feuer“ zu zentralisieren. Aus Beobachtungen dieses Phänomens rührt die Bezeichnung „Sonnenwind“ her, welche die äußere Erscheinung jener Magieform sehr treffend elaboriert.
Eine Theorie besagt, dass es sich bei diesem Phänomen sogar um eine Verbindung dreier Elemente handelt – dieweil hier zusätzlich der Geist ein Gefäß bereitstellt, um die unbändigen Kräfte von Feuer und Wind zu bündeln und aufrechtzuerhalten.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Elementlehre ihre Vielschichtigkeit und ihren Umfang durch ihre Fundamentalität erhält und bis heute noch nicht alle Sachverhalte dieses weitreichenden Themenfeldes vollständig aufgeschlüsselt sind.
(Teil I – Zu finden in: Die Grüne, Ausgabe 63, Seite 2)
Grundlagen der elementaren arkanen Künste – Der Geist
Von diesem Teil der elementaren Künste, der Geistmagie, sind nur sehr wenige Magier bekannt. Nicht grundlos wird der Geist auch als das vergessene Element bezeichnet. Zweifelsohne sind diese Umstände der inhärenten Natur des Geistes zuzuschreiben, dessen Domänen stets das Unsichtbare und das Latente sind. Nichtsdestoweniger besteht Bedarf, Unwissen über diesen Magiebereich zu füllen und vielmals falsche Spekulationen zu durchleuchten.
Veranlagungen zu diesem fünften Element äußern sich in unterschiedlichsten Erscheinungsformen, die von vergleichsweise plakativen Vorgängen wie unbewusster Telekinese, über visionäre Träume oder Empathie, bis hin zu dem so oft genannten sechsten Sinn hinreichen. Selbst das Glück von scheinbar schlicht vom Schicksal begünstigten Wesen ließe sich manchmal auf eine Bindung zum Element des Geistes zurückführen. Allein durch einen gefassten Wunsch des Befähigten, mögen sich, gar Monde nach Ersehnen eines glücklichen Ausganges und scheinbar ohne jegliche Zusammenhänge, so ein Fragment ins nächste fügen, wie von unsichtbarer Hand geführt.
Verständlich, dass talentierte Personen und ihre Gaben des Öfteren unerkannt bleiben. Jene, die eine Geist-Affinität besitzen, begleitet meist ein Hauch Mysterie. Dass sie Persönliches oftmals für sich behalten, ist eine weitere Ursache für die geringe Zahl bekannter Geistmagier. Menschen, und andere vernunftbegabte Wesen mit Affinität zum fünften Element sind häufig wechselhafte Gemüter, oder schlicht schwer einzuschätzen.
Eines der elementarsten Anwendungsgebiete geistelementarer Magie befasst sich mit dem erspüren von Energie, insbesondere von Feldern und Quellen arkaner Kraft in und von Lokalitäten oder Lebewesen. Beispielsweise kann ein fähiger Geistmagier so spielend aufgrund der Farbe, Form, Bewegung und Gefühl (wobei dieses Gefühl von einem schlichten subjektiven Empfinden, bis zu wörtlichem Geruchs- oder Tastsinn, mannigfaltige, individuelle Formen annehmen kann) der gemeinhin als Aura bezeichneten energetischen Ausstrahlung eines belebten oder unbelebten Objektes, detaillierte Wesenszüge dieses Objektes entschlüsseln und etwaige Gefahren und üble Intentionen frühzeitig erkennen.
Die Fähigkeiten eines solchen Magiers sind weitreichend und können neben zahllosen Verzauberungen, Bannsprüchen und Schutzzaubern auch illusionistische Techniken, Sinnesspiele, Hellsicht und Bindungsmagie, sowie weitere verwandte Gebiete umfassen.
Erneut seien alle die sich in diesem Artikel wiederfinden, oder allgemein reges Interesse an dieser selten gelebten Ausprägung des Arkanen oder einem anderen Element hegen, dazu eingeladen, einem Kolloquium mit einem Gelehrten dieses Gebietes beizuwohnen.
Hochachtungsvoll, Elementar Alandil vom Stern der Elemente
Die Weihnachtszeit
Besinnlich oder einfach nur weltweite Hysterie?
Autor unbekannt
Als ich es vor geraumer Zeit auf mich nahm, den Thalheimer Weihnachtsmarkt zu betreten, bot sich mir wie in all den vergangen Jahren ein schönes Bild. Allerdings sollte man hinzufügen, dass es wie jedes Jahr um diese Zeit dort hysterische Eheleute, Eltern und, man mag es kaum glauben, auch Kinder herumtreiben. Alle suchen nach dem optimalen Weihnachtsgeschenk für den Partner, Freund oder Bekannten.
Hektisch eilen sie von Stand zu Stand, ohne die Schönheit unseres Marktes zu bemerken. Desöfteren hetzen sie hin und her, der Geldbeutel wird geöffnet, geschlossen und meistens schluchzen dann einige, da sie einen Großteil ihrer Ersparnisse schon in Geschenke investiert haben. Jedoch fehlen wohl noch einige, bei vielen, so quillt der Markt immer wieder über, wenn diese Massen an Wesen sich dort drängen und suchen. Aber wie kann man dem Ganzen Abhilfe schaffen? Schon einmal dran gedacht, einfach nur besinnlich zu feiern und kleine Geschenke zu machen?
Es ist vielmehr die Absicht und die Art wie man jemandem ein Geschenk überreicht. Eine kleine Sache, die mit Liebe geschenkt wird, erreicht oftmals mehr als die teuerste Ware, die angepriesen wird. Ein bisschen Kerzenschein, ein schön hergerichteter Weihnachtsbaum und ein paar Plätzchen sind für viele wohl das schönste Geschenk. Das Zusammenkommen in dieser beschaulichen Zeit, sowie das gemeinsame Essen sagen mehr als alle Worte oder Geschenke. War es nicht oftmals schon so, dass sie wegen des ganzen Stresses, den sie sich machen, diese Zeit nur noch als Laster sehen? Hier mein Rat: Gehen Sie das ganze einfach lockerer an, es ist eine Zeit der Besinnlichkeit, Ruhe und des Zusammenkommens. Der Stress und die Hysterie lassen Sie vergessen, was Weinachten wirklich ist...

Das Geheimnis der Schattenrose (die II. )
Wie ich in der letzten Ausgabe der Grünen anmerkte habe ich viel Zeit über dem Gedanken verbracht, mich ein wenig genauer mit dem Rat zu befassen. Möge es auch so einigen meiner momentanen Leser seltsam erscheinen, es hat mich gepackt. Ich vermute mal, dass sich wohl ein jeder auf die Jagd nach einem Geheimnis machen würde, was noch keiner gelöst hat. So begab ich mich auf die Suche nach der Gildenhalle der Neuadligen, klopfte an und fand keinen Einlass. Nun warum sollten sie mich auch in Freuden aufnehmen? Immerhin bin ich ein Fremder, der nichts Besseres vor hat als hinter die Geheimnisse dieser Gilde zu kommen. Wie viele Gemeinschaften des Wyrms verraten sich irgendwann von allein? So ist es kein Wunder, dass eben diese verschwiegene Gemeinschaft mir auffallen musste.
Als ich jedoch drei Tage später erneut an der Pforte vorbeiging bemerkte ich einen kleinen Spalt in Holz und nutzte meine Chance einen Blick zu riskieren.
Was ich sah lässt sich nicht in Worten wiedergeben, aber es sah nach einer Vereidigung auf das Herrschaftliche Siegel aus.
Dummerweise hatte ich nicht mit der großen Raubkatze gerechnet, deren Sinne mich früher und schneller als gedacht das Weite suchen ließen.
Nun meine Lieben, sollte ich nicht mehr gesehen werden hat es mich in den Abgrund gesogen. Noch bin ich unbekannt, wie ich hoffe, und so nehmt es mir nicht übel das ich weiterhin in der Dunkelheit hinter meinem Schreibtisch verharre.
Ich werde mich wieder zu Wort melden so ich etwas Neues zu berichten weiß (und ich es bis dahin noch kann).
Alles Gute und hütet euch vor den Neuadligen…
(erneut fand sich der Brief auf den Stufen des Büros)
Kleine Einweisung in das schlechte Weihnachten feiern
Von Miesrum Mürrisch
Als erstes wähle man eine gute Zusammenstellung von verdorbenen Lebensmitteln und saurer Milch, um diese stets bereit zu haben, wenn nervige Kinder vor den Häusern ihre Weihnachtslieder trällern. Dann achte man darauf, die Großmutter immer aus dem Haus zu halten, sodass ihre verbrannten Kekse ja nicht den Weg auf den großen Gabentisch finden.
Und da man selbst ja immer alles am besten kann, kocht man sich also auch sein Weihnachtsmenü eigenhändig, denn bei Saucy wäre man nicht der Erste, der sich eine ernsthafte Magenverstimmung einfängt.
Der lästige Weihnachtsmarkt, für den man eh keine Zeit hat, lässt man somit auch links liegen. Dort laufen stets die gleichen Glühweinnasen herum und das Gedränge ist schier unerträglich.
Kommen wir nun zum Häuser schmücken, ein wirklich lästiger Brauch, der sich mittlerweile in den Wyrmlanden eingebürgert hat. Viele Familien finden es gar allzu hübsch, ihr Anwesen von oben bis unten mit bunten Fähnchen, Sternchen, Engelchen oder manchmal auch Teufelchen zu schmücken, während des Nachts dutzende brennende Kerzen dafür sorgen, dass auch jeder das Schauspiel bewundern kann. Überhaupt, wer kam eigentlich auf die absurde Idee, den halben Wyrmforst abzuholzen, um die Tannen dann wieder im eigenen Wohnzimmer aufzustellen?
Das bringt sicherlich niemandem einen Vorteil, erst recht nicht alten Menschen, die am Ende der Weihnachtssaison in den Straßen über die weg geworfenen Bäume stolpern.
In dem Sinne: Bleibt lieber in euren ungeschmückten Häusern und feiert das Fest zusammen mit eurer Familie… sonst geht euch kostbare Zeit verloren!
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06.12.2009, 16:27
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Seite 3
Von Kneip’ zu Kneip’, so ziehe ich und Speis und Trank, das teste ich – Teil 1
Meine lieben Leser, ich freue mich, Sie an meinen Erfahrungen teilhaben lassen zu können, denn wie sie aus den folgenden Worten heraus erfahren können, gehe ich einer ganz besonderen Berufung nach. Als leidenschaftlicher Kräutermixer und Fleischverbrenner ist es mir ein ganz persönliches Anliegen, stets etwas zu finden, das meinen Magen vor Freude jubeln lässt. Ich bin der Schrecken eines jeden Küchenchefs, ein Verfechter des guten Appetits und von heute an ihr ganz persönlicher Aufklärer, denn während meiner Reise von Lokal zu Lokal geschehen mir die merkwürdigsten Dinge. Ich hoffe, dass Sie Verständnis dafür haben, dass ich lieber unerkannt bleiben möchte, denn meine Arbeit ist sehr gefährlich. Ich fürchte, dass der eine oder andere Lokalbesitzer mir nach den folgenden Offenbarungen den einen oder anderen Küchengegenstand an den Kopf werfen würde.
Dennoch bin ich mir keiner Schuld bewusst, denn ich verfolge nur das eine Ziel, nämlich Ihnen endlich einmal vor Augen zu führen, welchen Gefahren sie sich beim Betreten eines Lokals aussetzen und welche Mörder sich hinter den freundlichen Gesichtern derjenigen verstecken, die uns hinter dem Tresen stets entgegenblicken.
Auf der anderen Seite werde ich es mir auch nicht nehmen lassen, Lob zu verteilen, wenn es angebracht ist.
Seien sie also gespannt auf die nächste Ausgabe der Grünen!

Die Grüne vermittelt:
Von Bauernjunge RaulGreifax
Rubrik Suche Sie
Nachricht:
Einsamer Bauernjunge sucht gefühlvolles Bauernmädchen oder Herrumtreiberin für gemeinsammes Sterben im Wald und abgemetzelt werden auf den Feldern. Gemeinsames Drachentöten und spätere Heirat nicht ausgeschlossen.
Von Bauer Baruc
Rubrik Suche Sie
Nachricht:
Junger, dynamischer, liebevoller und treuer Knabe sucht nette sympathische Frau fürs Leben.
Freue mich über Tauben, bei Interese.
Erwartungsvoll Baruc
Grüne Dienste:
Wussten Sie, dass...
... Gewürznelken kauen bei Zahnschmerzen Abhilfe schafft?
... Flieder- und Holunderblüten sehr schweißtreibend sind und so bei Husten, Erkältung und Katarrhen helfen?
... ein erlöschendes Herd- oder Kaminfeuer bald wieder anheimelnd knistert, wenn man eine Handvoll Salz auf die Glut wirft?
Aktuelle Wettervorhersage:
* Sternschnuppen im Winter in heller Masse, melden Sturm und fallen ins Nasse.
* Dezember launisch und lind, der Winter ein Kind.
Die einfache Weisheit:
* Besser eine Laus auf dem Kraut als überhaupt kein Fleisch.
Rezept zur Jahreszeit:
Zum Bratapfelkuchen nehme man: 250g Mehl, 1 Ei, 225g Zucker, etwas Natron, 150g Butter, 50g Rosinen, 2 gr.L. Rum, 12 säuerliche Äpfel, Stärkemehl und Vanille für Pudding, 750g Schlagsahne.
Mehl auf die Arbeitsfläche geben und eine Mulde in die Mitte drücken. Das Ei, 100g Zucker, Natron sowie Butter hineingeben. Alles rasch zu einem glatten Teig verkneten und eine halbe Stunde kühl stellen. Rosinen mit Rum beträufeln und zugedeckt durchziehen lassen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis (Durchmesser etwa eine Elle) ausrollen und damit eine Form auslegen und am Formrand andrücken. Die Äpfel (ohne Gehäuse) hinein setzen und mit den Rosinen füllen. Stärke und Vanille in etwas die Sahne rühren. Die übrige Sahne mit dem restlichen Zucker aufkochen und die Stärkemasse in die kochende Sahne rühren, einmal aufkochen lassen und über die Äpfel verteilen.
Den Kuchen etwa 1 1/4 Stunden backen. Rausnehmen und eine Tag in der Form ruhen lassen.
Weihnachts-Witz:
Was ist schwerer, einen Elfenschneemann oder einen Zwergenschneemann zu bauen?
Der Zwergenschneemann natürlich, da muss man erst den Kopf aushöhlen!
Wie viele Halblinge braucht man um einen Mistelzweig aufzuhängen?
Zehn: Einen um den Zweig anzubringen und neun um die Pyramide zu bilden, auf der er steht.
Weihnachts-Quiz:
1. Welcher Ball hüpft nicht?
2. Was haben Rentiere, was andere Tiere nicht haben?
3. Warum sind Weihnachtsbäume wie schlechte Stricker?
4. Was sagt eine Kerze abends zur anderen?
5. Wie bekommt man einen Idioten dazu an Silvester zu lachen?
6. Welches Weihnachtslied lieben Eltern am meisten?
7. Warum sind brennende Kerzen wie Durst?
8. Was trinkt ein Schneemann am liebsten?
9. Wie nennt man Leute, die sich vor Santa Claus fürchten?
10. Woher weiß man, dass der Weihnachtsmann ein Mann ist?
11. Wo tanzt ein Schneemann am liebsten?
12. Warum is Weihnachten wie ein Tag im Büro?
Wer bis vier Wochen nach Erscheinen der Grünen die meisten richtigen Antworten an die Grüne einsendet, gewinnt.
Achtung! Es zählt jeweils die erste Einsendung pro Person! Der/Die Gewinner/in werden in der nächsten Ausgabe bekanntgegeben.
Auflösung des Samhain-Quiz:
1. Beide kommen nur nachts raus
2. Kopfschmerzen
3. Bluthunde
4. Um ihre Knochen zu festigen
5. Es hebt den Geist
6. Weil die Leute dafür sterben um reinzukommen
7. In der Blutbank
8. Am Toten Meer
9. Liebe auf den ersten Biss
10. Weil sie sich zu Tode langweilen
11. Sie fährt aus der Haut
12. Nein, die Finger gibts als Nachspeise
13. Wenn ein Hund hinter seinen Knochen her ist
Gewinner des Samhain-Quiz aus der letzten Ausgabe: Leider niemand. Es haben uns keine Einsendungen erreicht.
Der Mann von Seite 3
Heute: Elementar Sonnenwind

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Chefredaktion: Wildvogel Chara
Ihr habt haltlose Gerüchte für uns?
Wollt in einem offenen Brief eure Meinung kund tun?
Habt Lustiges, oder Trauriges?
Habt etwas Berichtenswertes erlebt?
Wollt der Redaktion in einem Interview einmal Rede und Antwort stehen?
Oder kennt ein reizvolles Gesicht für Seite 3?
Schickt uns eine Taube an : die-gruene@lotgd.de!
Einsendeschluss: Mittwoch, der 07.09.2011
Erscheinungsdatum: Aller 2 Monate
Diese Zeitung lebt von eurer Mitarbeit!
Schreibt uns! Wir freuen uns!
Geändert von Sakral (14.12.2009 um 20:23 Uhr).
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06.12.2009, 18:46
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 24. March 2008
Ort: Im Norden
Alter: 23
Beiträge: 12
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Arronax ist sichtlich erfreut endlich wieder eine Grüne in den Händen zu halten,
die länger als nur eine Seite ist.
Gespannt liest er jeden einzelnen Artikel,da fällt ihm einer auf... er grinst und lässt ihn aus...
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Pour la Gloire
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06.12.2009, 20:41
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Benutzer
Registriert seit: 2. December 2007
Ort: Leipzig
Beiträge: 58
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Die Dämonin hat es sich gemütlich gemacht, direkt am Feuer, in ihrem Zimmer im Tempel. Mit überschlagenen Beinen sitzt sie in einem alten Ohrensessel und widmet sich mit mäßiger Interesse der neuen Ausgabe der Grünen, welche sie heute dem Zeitungsjungen abgekauft hatte. Eigentlich wollte sie das Blatt nur überfliegen und es dann sogleich verheizen, doch springt ihr eine Überschrift sofort ins Auge: "Ansteckende Sinne.... Was?!" Aufgeregt fliegen ihre Augen über die wenigen Zeilen während ihr Mund langsam aufgeht. "Das kann doch nicht wahr sein!" Balbero rast und springt aus ihrem Sessel auf, während die Zeitung in ihrer Hand plötzlich in Flammen aufgeht. Herrisch wirft sie das brennende Papier in den Kamin und marschiert dann aus dem Zimmer. Wer auch immer das verbreitet hatte, er würde dafür büßen!
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. Diebe können nicht fallen, wie Helden fallen.
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14.12.2009, 17:00
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#6 (Permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 21. November 2009
Beiträge: 4
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Nach einem enttäuschenden und langweiligen Besuch in der Kneipe von Cedrik schnappt sie sich die Ausgabe der aktuellen Grünen und geht die Stufen hinauf in das ungeliebte Gemach jener Kneipe. Sie wirft sich bauchlängs auf das Bett mit den alten, fleckigen Laken und beginnt in der Grünen zu stöbern. Hier und da folgt ein "Aaaha" oder ein leises "Ayyy..." aus den von Kälte spröden Lippen. Irgendwann hat sie nahezu jeden Artikel gelesen und legt die Grüne zur Seite. Ein bisschen Ruhe wird sich nun gegönnt, wenn dies in diesem stickigen Kneipengemach mit seinen teils verruchten Besuchern überhaupt möglich ist...
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Salü Leskana
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16.12.2009, 01:02
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Benutzer
Registriert seit: 16. October 2008
Ort: Duisburg
Beiträge: 33
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Auch der Freigeist schnappte sich die Winterausgabe der Zeitung, brauchte wieder etwas Beschäftigung neben den gesundheitlichen Problemen die sie zur Zeit belasteten. Weit kam sie mit den Artikeln aber nicht, denn ihr Blick, sowie die Auferksamkeit fielen auf etwas bestimmtes. Die 'Ansteckenden Sinne' wurden sogar mehrmals durchgelesen weil das Weib nicht wirklich glauben konnte was sie da erfuhr. Hatte sich einer einen Spaß erlaubt und wollte den Tempel in den Dreck ziehen oder ist da etwas an ihr vorbei gegangen? Nein, sie hätte davon gewusst wenn etwas derartiges passiert wäre. Desto interessanter wurde das Ganze... welcher Vollidiot war denn nun verantwortlich für diese Lügen? Die anderen Mitarbeiter des Tempels kochten nun sicherlich auch schon vor Wut, da war man sicher. Also würde der Freigeist sich auf die Suche begeben, Informationen sammeln und hoffentlich bald schon den Schuldigen finden. Oh ja, wenn sie den in die Finger bekommt...
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