Angriff auf den Tempel der sechs Sinne - SHI attackiert Kräuterhexe
Nach all den Gerüchten, welche man in letzter Zeit über die SHI gehört hat, über Auflösung und Verschwörungen, mag es vielleicht nicht verwundern, dass die Mitglieder dieser Gilde nun mit allen Mitteln versuchen, ihre Gilde wieder zum Gesprächsthema zu machen und zu zeigen, dass sie ebenso präsent sind wie eh und je. Dass diesen Versuchen auch Unschuldige zum Opfer fallen können, ja wahrscheinlich in den meisten Fällen sogar tun, mag wohl auch jedem klar sein. Ein solcher Fall ist mir erst vor kurzem wieder bekannt geworden. Diesmal betrifft es wohl ein Mitglied des berühmt berüchtigten „Tempels der sechs Sinne“.
Das Opfer ist eine junge Frau, welche als Kräuterhexe für den Opiumgenuss der Kundschaft und andere kleine Kräutermittelchen zuständig ist und wohl noch nicht lange in diesen Landen weilt. Ich habe versucht mit ihr zu sprechen, doch kam dabei nicht viel heraus, außer das sie von einer Frau angegriffen wurde, als sie sich in den Ruinen in Qexelcrag ein wenig die Beine vertrat. Doch konnte ich aus den beiden Begleitern der Frau, zwei wirklich reizenden jungen Männern, glücklicherweise ein wenig mehr herausbringen. „Allem Anschein nach handelte es sich bei der Angreiferin um eine sogenannte Úainu, einer Elbe die nach dem Blut anderer dürstet. Eine blasse Frau, mit langem weißblonden Haar und grünen Augen. Wenn jemand irgendetwas über sie weiß, wären wir froh wenn derjenige sich bei uns melden würde“ , erfahre ich* von Olórin, unter dessen Schutz die junge Frau wohl zu stehen scheint. „Auf jeden Fall wird sie für ihre Taten gerade stehen müssen“, fügt er am Ende unseres Gesprächs noch an. Auch mit der Vorsteherin des Tempels der sechs Sinne, einer Frau namens Balbero, habe ich ein paar Worte gewechselt. Auch sie ist auf der Suche nach der mysteriösen Fremden. „Ich werde tun, was nötig ist, um ihr begreiflich zu machen, dass man die Mitglieder des Tempels nicht anrührt“ , vertraut sie mir auf die Frage, was sie zu tun gedenke, an.
Alles in allem zeigt diese Sache doch nur ein weiteres Mal, wie diese Welt langsam zugrunde geht. Wenn nicht einmal mehr unschuldige junge Mädchen sich nach draußen trauen können, ohne den Schutz eines starken männlichen Begleiters oder Kenntnisse, wie man denn einen Dolch oder dergleichen führt, zu haben... Ich wünsche der jungen Frau, die hier nun zum Opfer wurde, alles erdenklich Gute und dass sie sich von ihren Wunden, seien es nun die physischen oder die psychischen, so bald wie möglich erholt.
Und was ist mit ihrer Schänderin? Nun, ich denke es schadet nicht hier eine Warnung auszusprechen. Denn gegen wen eine solche Macht steht, der wird sicherlich nicht lange unentdeckt bleiben.
Ein weiteres Mal grüßt
Eure Gertrude Schrivvelfritz
Klatsch und Tratsch (zusammengetragen von Informanten und Mitarbeitern)
Als die Männer den Wald verließen
Ein seltsames Phänomen ist es, welches man in den letzten Tagen, ja sogar Wochen beobachten kann: Die Männer, zuweil auch Frauen, lassen alles stehen und liegen und eilen in ihre Häuser. Nun, den Drachen freut's, die Tiere auch, denn der Wald ist nahezu leer. Grund dafür sind seltsame kleine Zauberkisten, in denen 22 Figuren hin und her rennen um einem Ball hinterher zu jagen. Haben sich die Betroffenen einmal davor gesetzt, können sie nicht mehr weg. Wissenschaftler vermuten, dass die Farbe des Balls eine hypnotisierende Wirkung hat. Die Aufmerksamkeit ist nur noch auf das Spiel gelenkt. Man füttert seinen Kopf mit Informationen über sogenannte Tore und Abseits. Wollen wir nur hoffen, dass der Zauber irgendwann vorbei geht und dann wieder andere Dinge in den Köpfen der Hypnotisierten Platz haben.
Von Steinchenflüsterern und Kindheitstraumata
Die Ruinen. Ein wahrhaft imposanter Ort und wenn man den Artikeln der letzten Ausgaben Glauben schenken darf, wohl auch ein äußerst gefährlicher. Ein einäugiger Hühne, der in Begleitung zweier Wölfe ist, soll sich hier herumtreiben. Er soll böse und brutal sein. Niemand Fremdes darf die Ruinen betreten, es sei denn, er zahlt Wegezoll, und selbst dann ist es nicht sicher, ob man diese Stätte noch heil, gar lebendig, verlassen wird! Wer ist es also, der sich an diesen Ort wagt, um den so viele Gerüchte kursieren? - Ganz klar: Amadeo, der Lehrling und Schreiberling der Redaktion.
Nachdem der kühne Reporter das Gebiet der Ruinen betreten hat, wurde er von dem Herrscher persönlich in Empfang genommen.
Shagrath schreitet eilig voran um den "Gast" zu empfangen und eilt über die Straßen, direkt auf den Kerl zu. Der Umhang schlägt sachte Wellen hinter seinem Rücken, während die Kapuze sich locker an sein Haupt festkrallt. Er würde direkt auf den Kerl zutreten, hier hat er das Sagen und müsste sich vor niemanden verstecken. So würde man alsbald den Kerl stellen. Amadeo | Die dunklen Augen funkeln, als sie die Gestalt entdecken. Das muss er sein. So imposant und überhaupt... eine wahrhaft dunkle Ausstrahlung! Das Notizbuch aufschlagend erhöht der Bursche sein Tempo und marschiert direkt auf jenen zu. "Ihr müsst der Herrscher der Ruinen sein!", kommt's schnell über die Lippen des Jünglings gehuscht, wobei die Augen noch mehr auffunkeln. Shagrath hält vor dem "Gast" inne und beäugt den Typen. "Wer immer Ihr seid, ihr seid hier nicht willkommen", flüstert der Schuft ruhig und weiß nicht so recht, was er von dem Kerl halten soll, welcher ihn wenigstens mit der korrekten Anrede begrüßt. Amadeo nickt ganz aufgeregt. "Oh... oooooh.... wirklich sehr authentisch. Sehr, sehr authentisch." Schnell kritzelt er etwas auf seinen Notizblock und versucht eine Runde um den Herrscher der Ruinen zu drehen, um ihn einmal von allen Seiten zu begutachten. "Aaaach... ich vergaß meine Manieren." Mit viel Armgefuchtel verbeugt sich die schlanke Gestalt vor dem Thyr. "Mein Name ist Amadeo, Schreiberling und Lehrling der 'Grünen'. Ihr wisst schon, Thalheims größtes Nachrichtenblatt..." Ein nervöses Lächeln huscht über die Gesichtszüge, während man den Thyr immer noch neugierig anstarrt. Shagrath reißt das verbliebene Auge auf und zieht die Kapuze vom Haupt. Das aschgraue Haar und die große Narbe über dem linken Augenlid, welches stehts geschlossen ist ob des Makels, reichen hin und wieder aus, um einen Emporkömmling kehrt machen zu lassen. Der Kerl muss wohl öfters vergessen haben, eine Tür zu öffnen, bevor er durch selbige schreitet. Ansonsten würde er seine Füße still halten und nicht so närrisch reagieren. "Du hast eine Sanduhrenlänge Zeit, dann bist du verschwunden", haucht er und verschränkt die Arme vor der Brust, nun, da er umrundet wird. Sechzig Sekunden, mehr Zeit würde er dem Typen nicht geben. Amadeo scheint nicht einmal eine Spur von Angst zu spühren. Warum auch? Er ist ein Jäger... ein Informationsjäger. Eiskalt und erbarmungslos neugierig... so sieht er sich jedenfalls. Kratzend fährt der Federkiel über das Papier. "Alsoooo... warum habt Ihr Euch die Ruinen als Heimat ausgesucht und woher kommt Ihr ursprünglich?" sprudelt es aus dem Jungspund heraus, wobei die dunklen Augen noch etwas größer werden. Shagrath ist wohl kaum auf Ruhm aus. "Ich weiß, wo Ihr hingeht wenn Ihr hier verweilt", faucht er herrisch und blickt dem Kerl direkt an, als wolle er allein mit seinem Blick den Leib des Burschen durchstoßen. Lange schweigt der Dreckskerl und überlegt, es könnte von Nutzen sein, diese Gelegenheit beim Schopfe zu packen und zu klären, warum die Ruinen gemieden werden sollten. "Sie haben mich erwählt und meine Heimat würde das Blut in den Adern der meisten Wyrmländer gefrieren lassen", flüstert der Thyr. "Norska ist kein Ort für leichtsinnige Burschen wie dich", fügt der Assassine leise an und legt ein irres Grinsen auf seine Lippen. Amadeo | Voller Übereifer werden weitere Zeichen auf das Papier gekritzelt, wobei Amadeo nicht einmal den Blick von dem Fremden abwendet. Seine Neugier scheint ihn gegen die dunkle Ausstrahlung des Kerles nahezu immun zu machen. Vielmehr findet er es aufregend, dass die Blicke des Kerls genügen, um ihm eine Gänsehaut über den Rücken zu jagen. "Ist ja interessant! Lass uns darüber mal reden!" Gierig leckt sich das Bürschlein über die Lippen. "Wer hat Euch denn gewählt? Und... und... und... könnte es sein, dass diese ... herm ... Wähler einfach nur Eurem absolut dunklen und bösen Verstand entsprungen sind?" Auweia... Amadeo bezichtigt den Thyr doch nicht etwa der Geisteskrankheit? Shagrath ist wohl genau das, der Verstand des Halunken hat wahrlich gelitten, doch deswegen bindet er sich nicht an einen Ort, welcher so wenig Potential hat. Mit festem Schritt tritt der Bastard vor den Schreiberling und baut sich vor diesem auf. "Sprecht nicht von Dingen die Ihr nicht begreift", zischt der Grauhaarige und funkelt den Reporter mit eisblauem Auge an. "Die Ruinen selbst haben mich erwählt", wispert er und unterstützt damit wohl die Aussage der Geisteskrankheit, doch die Wahrheit wäre viel interessanter. Diese sollte jedoch nie über die Lippen dringen. Amadeo macht einen kleinen, wenn auch gewagten Schritt auf den Thyr zu, neigt das Haupt und taxiert ihn mit einem Seitenblick. Diese Pose soll wohl scharfsinnig wirken. "Die Ruinen haben zu Euch gesprochen?" Eine Augenbraue wandert nach oben, dann springt der Knabe erfreut auf und blickt den Herrscher der Ruinen wieder so wie vorher an. "Das ist ja prima! Wo habt Ihr denn gerlernt mit Steinen zu sprechen? Ist das schwer? Könnte ich das auch lernen? Und... oh! Muss man dafür irgendwelche bewusstseinserweiternden Mittel konsumieren?" Ein übertriebenes Zwinkern folgt, welches wohl sagen will: Ach komm schon... du nimmst doch garantiert irgendwas! Shagrath hat langsam die Nase voll von diesen Fragen welche mehr als beleidigend sind. Der Junge mag euphorisch seiner Arbeit nachgehen, doch auch ein Reporter muss seine Grenzen kennen. Missmutig spuckt der Halunke aus und fixiert den Knaben. "Du solltest jetzt gehen, ansonsten wird ein schlimmerer Fluch über dich einbrechen, als er auf...", beginnt er und bricht den Satz ab, als ihm bewusst wird, was er da gerade gesagt hätte. "...Verschwinde!", berichtigt er sich und ballt bereits die Hände zu Fäusten. Amadeo starrt den Thyr weiterhin erwartungsvoll an. "Als auf... Euch? Oh, Ihr seid verflucht? Könnt Ihr deswegen mit Steinen sprechen... oder hören... wie sprechen Steine eigentlich? Klappern sie... oder... oh... Ihr... Ihr habt wirklich schicke... herm... Fäuste...." Langsam beginnt der Knabe rückwärts zu gehen. "Nun, das mit dem Gewaltpotential scheint zu stimmen. Warum seid Ihr so aggressiv? Liegt es an Eurer Kindheit... oder... oder aber -" Wieder einmal blitzt es hell in den dunklen Augen auf. "Ein Liebesdrama! Oh oh... bitte erzählt mir davon, ja?" Shagrath verzerrt das Grinsen zu einem irren Lächeln als er dem Kerl hinterher geht, ruhig und gelassen. "Ich habe keine Kindheit", wispert er, sogar wahrheitsgetreu. "Ihr seid in meinem Reich und Ihr seid nicht erwünscht, also geht oder ich treibe Euch hinaus", droht er leise. Die Zeit ist um. Amadeo | Ein lautes "Aha!" ist von dem übereifrigen Schreiberling zu hören, während er noch immer rückwärts geht und seine Notizen macht. "Da haben wir es ja... die Kindheit, oder besser gesagt, das Nichtvorhandensein einer solchen, haben Euch also wütend auf alles und jeden gemacht. Aber wisst Ihr was? Ihr müsst nicht wütend sein, wirklich! Man würde Euch auch so wahrnehmen." Rasch nickt Amadeo, um seine Worte zu bekräftigen. "Habt Ihr schon mal mit jemandem darüber gesprochen, oder daran gedacht, Euch helfen zu lassen?" Shagrath platzt nun entgültig der Kragen. "Es wird Zeit, dass Ihr um Hilfe bittet", haucht er und fügt seiner Drohung Taten an. Ein Ausfallschritt treibt den Mistkerl voran und wird von der rechten Faust begleitet, welche gen des Typen jagt. So redet niemand mit dem Bastard, besonders nicht hier. Amadeo springt hastig zur Seite, als da die Thyrfaust auf ihn zu kommt. "Huch..." Schnurstracks dreht er sich herum, und beginnt zu laufen... langsam wird ihm wohl bewusst, in welche Gefahr er sich begeben hat. "Wie ist das denn nun eigentlich mit den Steinen? Sprechen sie einfach so zu Euch... oder müsst Ihr ein Ritual durchführen?", wird da über die Schulter gen Herrscher gerufen, während man schon halb die Flucht ergreift. Shagrath hat jetzt entgültig die Nase voll. Zügig eilt er dem "Eindringling" hinterher und greift hinter den Rücken, um seinen Dolch zu befreien. Korax zertrennt die Luft mit leisem Sirren, während der Thyr flüstert: "Die Steine werden Euer Grab werden, dann könnt Ihr diesen lauschen." Der Halunke ist mehr als erbost, so redet einfach niemand mit einem stolzen Thyr. Amadeo spührt die Klinge an sich vorbei zischen und beginnt sofort damit zu rennen. "Es war mir eine Freude, Eure Bekanntschaft zu machen! Ich werde Euch... puh... verdammt ist das anstrengend... Euch ein Exemplar der nächsten Grünen persönlich vorbeibringen!" Flinken Fußes, mit dem Notizbuch unterm Arm, flitzt er um die Ecke und verlässt die Ruinen, so schnell er kann.
Lange Zeit schon sind die Straßen unserer Städte sicherer geworden, als sie es lange Zeit waren.
Kaum ein Gauner traut sich mehr hervor, keine Diebe streifen durch die Gassen, die meisten Schurken scheinen völlig untergetaucht zu sein. Dies haben wir wohl nicht allein den Wachen zu verdanken. Viele gute Wesen scheinen sich der Sicherheit unserer Städte angenommen zu haben und alle Bürger sind diesen tapferen Streitern dankbar. Doch auch diese gütigen Kämpfer für Recht und Ordnung können nicht überall sein.
In Thalheim ist es passiert.
An hellichtem Tage ist ein düsterer Typ auf offener Straße in eine Kleiderboutique eingebrochen.
Zwischen den Passanten sprang er heraus und zerschmetterte die Scheibe des Ladens. Die Bürger waren viel zu geschockt, um zu begreifen, was da gerade passiert, als der Halunke zwei Kleider aus der Boutique stahl. Der verhüllte Dieb entkam ohne auch nur auf Widerstand zu treffen. Die Wachen verloren den Mann in den Gassen, verfolgen jedoch jeden Hinweis den sie bekommen können.
Ich frage mich, ob wir uns wirklich so sicher fühlen können, wie wir momentan sind. Macht uns dies nicht unvorsichtig?
Die Winterseele
Wenn sie kommt, dann wird es kalt…
Uns wurde in den letzten Tagen immer wieder davon berichtet, dass ein seltsames Phänomen in den Wyrm zurückgekehrt zu sein scheint. Früher, vor einigen Jahren, hatte man es hin und wieder fühlen können: Wie aus dem Nichts umschlang einen ein Schleier aus Kälte, selbst mitten im Sommer. Ebenso fand man zugefrorene Gassenabschnitte oder vereiste Bereiche mitten im Wald. Viele sollten sich daran erinnern, wer dafür verantwortlich war. Wir hatten in der Vergangenheit über sie berichtet: Eine namenlose Frau mit auffällig blauem Haar und bleicher Haut. Manche behaupten, sie bringe den Winter in die Lande, andere sagen, es sei die Seele dessen in Person. Fest steht jedoch, dass es sich sicherlich noch immer um eine gefährliche und skrupellose Kreatur handelt. Man sollte also achtsamer sein, wenn man das nächste mal vermutet, lediglich eine kalte Brise zu spüren.
Eine Abhandlung über den Tod
Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten zu sterben: Alter, Krankheit, Schwert, stolpern, runterfallen, Reitunfall, ertrinken, erstochen werden, erschlagen werden, geköpft werden, erhangen werden, verhungern, verdursten, verbluten, Vampirbiss, Werwolfbiss, Vergiftung, vom Drachen gefressen, vom Himmel erschlagen, Geschlechtskrankheiten und und und (ausgeschlossen von dieser Aufzählung sind Dinge, die durch pure Dummheit entstanden sind, wie zum Beispiel das Essen eines gefundenen Kekses oder Verhungern am Pranger, weil man unbedingt gucken musste, was passiert, wenn man den Gefangenen frei lässt). Man sollte ja meinen, dass einmal Begrabene auch dort bleiben und sich gemütlich rumliegend die Karotten von unten angucken, während sie von Maden zerfressen werden. Umso verwunderlicher ist es doch, wenn man den eben noch Beerdigten ein wenig später wieder lebendig wie eh und je auf den Straßen des Wyrmlands wandeln sieht.
Doch heute wird einmal mehr Schluss mit dem Mythos Sterben gemacht.
Wie?
Wir sind alle unsterblich?
Vielleicht, vielleicht auch nicht...
Die Grüne klärt auf – Heute: Der Tod
„Der Tod ist bekanntlich der erstrebenswerte Zustand des allumfassenden Friedens, der aber leider durch den fahlen Beigeschmack der postmortalen Depression begleitet wird. Dabei ist man völlig antriebs- und appetitlos und lässt das Leben an sich vorüberziehen. Im allgemeinen ist der Tod auch ein temporär eher nicht begrenzter Zustand des Nichtseins mit einer sehr kurzen und oftmals schmerzvollen prämortalen Lebensphase.“ - Ich muss sagen, dass diese geistreichen Worte nicht von meiner Feder stammen. Sie stammen aus einem mehr oder weniger ernst zu nehmenden Lexikon, welches sich da treffenderweise „Stupidedia“ nennt, und sollen mir als lockere Einleitung in dieses doch sehr kühle und angsteinflößende Thema dienen. Nun, was sollte man über das Sterben wissen? Es passiert entweder schnell, oder langsam...doch tut der eigentliche Prozess nichts zur Sache. Viel interessanter ist doch, was „danach“ passiert. Nicht umsonst haben sich viele Religionen mit diesem „danach“ beschäftigt. Da gibt es sogar ein Völkchen, welches der festen Überzeugung ist, dass nach dem Sterben kleine nackte Engel kommen, und einen in den Himmel tragen. Lustig, nicht wahr? Schließlich wissen wir spätestens seit den Drachenreitern, dass da nichts über den Wolken ist, als noch mehr Himmel. Manche sind der Meinung man werde wiedergeboren. Mich persönlich widert ja die Vorstellung an, als Fliege oder Kröte zurück zu kommen. Außerdem müssten wir aufgrund der vielen, vielen „bösen“ Kreaturen, die hier ständig sterben, eine echte Plage an niederen Geschöpfen haben. Schließlich ist ein „böser“ Lebenswandel ausschlaggebend dafür, dass man als eher kleines, verhasstes Geschöpf wiedergeboren wird. Doch genug davon, denn ihr lieben Leser kennt ja bereits meine Angewohnheit, weitläufig abzuschweifen.
Der eigentliche Grund für diesen Artikel ist ja schließlich, warum man an dem einen Tag die eine Person bestattet, und sie am nächsten in gleicher Gestalt wieder munter plaudernd auf dem Marktplatz zu Thalheim antrifft. Würde man das Grab nun aufbrechen – wovon ich allerdings aufgrund der jüngsten Geschehnisse auf dem Friedhof lieber abraten würde – würde man vermutlich einen leeren Sarg vorfinden. Was ist also passiert? Nun, wir alle wissen, wohin es geht, wenn man im Wyrmland stirbt: Nach unten. Genau genommen zu Ramius. Ramius ist vielen symphatisch, was vielleicht daran liegt, dass er durch sein Herrschen in der Unterwelt den Tod nur halb so langweilig macht, wie man denkt. Ständig überfallen einen irgendwelche verkommenen Seelen. Das lässt das stillgestandene Kriegerherz doch fast wieder schlagen, nicht wahr?
Wenn man die Zurückgekommenen fragt, wie es ihnen denn gelungen sei, aus Ramius' Armen zu entkommen, so kommt meistens als Antwort, man habe einen Tauschhandel abgeschlossen, oder aber ein Ritual durchgeführt. Nun stellt sich aber die Frage... warum um alles in der Welt sollte jemand erst sterben, um dann zurück zu kommen? Ich meine... man hat ja nun wirklich einen Einfluss darauf, ob man stirbt oder auch nicht. Man muss nur einmal zu den kleinen Göttern hinauf schauen, welche einen lenken. Und wenn dieser kleine Gott seinen Schützling in den Tod rennen lässt und ihn dann zurückholt... tja, dann sollte man bedenken: Wie genau war dieser Schachzug bedacht? Es kann doch wirklich kein Zuckerschlecken sein, ein Wesen erst qualvoll verenden zu lassen, um es dann nicht weniger qualvoll wieder in die Jetzt-Welt zu befördern? Es ist wirklich seltsam... Können die Toten nicht einfach da bleiben, wo sie sind? Sehen sie von unten denn nicht, wie gerade die Trauer überwunden wurde, oder gar auf ihren Gräbern getanzt wurde?
Ich kann über so etwas nur den Kopf schütteln. Allerdings munkelt man, dass einige mit einem Brandzeichen zurück kommen: ZdzS.
Nun, für dieses Kürzel lies sich nur eine Übersetzung finden:
Zu dumm zum Sterben...
… doch das ist ein anderes Kapitel.
Die Märchen der Wyrmlandstämme
Es war einmal eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlanglief. Sie war offenbar schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.
Bei einer zusammengekauerten Gestalt, die am Wegesrand saß, blieb sie stehen und sah hinunter.
Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Decke mit menschlichen Konturen.
Die kleine Frau beugte sich zu der Gestalt hinunter und fragte: "Wer bist du?"
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
"Ach die Traurigkeit!", rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
"Du kennst mich?", fragte die Traurigkeit misstrauisch.
"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."
"Ja aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"
"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"
"Ich... ich bin traurig", sagte die graue Gestalt.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."
Die Traurigkeit seufzte tief. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und auch verwundert darüber, dass ihr tatsächlich jemand zuhören wollte, "Es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."
Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: 'Papperlapapp, das Leben ist heiter.' und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: 'Gelobt sei, was hart macht.' und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: 'Man muss sich nur zusammenreißen.' und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: 'Nur Schwächlinge weinen.' und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Met und Heldentod, damit sie mich nicht fühlen müssen."
"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir auch schon oft begegnet..."
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu."
Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.
"Weine nur, Traurigkeit.", flüsterte sie liebevoll, "Ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt."
Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber..., aber – wer bist du eigentlich?"
"Ich?" sagte die kleine alte Frau schmunzelnd. "Ich bin die Hoffnung."
So beginnen gute Geschichten, oder nicht?
Was aber wenn man nun seine eigene Geschichte, die einer Tat, eines Geschehens oder einer Gruppe berichten will, aber so gar nicht schreiben kann?
Für alles gibt es Dienstleister und warum dann nicht auch dafür?
Die Redaktion der Grünen ist stolz einen neuen Service zur Verfügung stellen zu können. Wenn man schon immer einen seiner Artikel in Thalheims größten Nachrichtenblatt lesen wollte, ist das die Möglichkeit.
Man stelle sich vor, man ist ein junger Abenteurer, noch nicht lange in den Wyrmlanden unterwegs, und hat etwas Tolles erlebt. Da nicht jeder ein begnadeter Schreiber ist, viele Taten aber gewürdigt oder zumindest bekannt gemacht werden sollten, wende man sich einfach an einen Mitarbeiter der Grünen, und lasse sich von diesem dabei helfen, einen eigenen Artikel zu verfassen. Manchmal mag es reichen, nur die Informationen zu geben, ein Anderer hingegen möchte seinen eigenen Schreibversuch nur veredeln lassen.
Bei Fragen wendet euch bitte an die Redaktion der Grünen, oder direkt an Chara.
Sommerpause
Auch die Redaktion möchte nun, da sie trotz der brennenden Hitze eine weitere Ausgabe druckfertig gebracht hat, einmal selbst die wundervollen Sonnenstrahlen auf der Nasenspitze spüren, anstatt sie immer nur durch die verstaubten Fenster zu begutachten.
Die Grüne verabschiedet sich hiermit in die Sommerpause. Die nächste Ausgabe wird erst wieder in zwei Monaten erscheinen. Nichts desto trotz werden wir euch, liebe Leser, keine wichtigen Themen vorenthalten. Sollte es denn welche geben.
Kreatives Chaos
Die Grüne sucht DICH!
Ja, genau dich!
Bist du kreativ?
Ja.
Fällt dir das Beschaffen von Informationen leicht?
Ja.
Bist du kontaktfreudig?
Ja.
Bist du kritisch?
Ja.
Bist du auch mal für einen Spaß zu haben?
Ja.
Dann melde dich! Die Grüne sucht zuverlässige Schreiberlinge, die dazu beitragen möchten, Die Grüne noch schöner zu gestalten. Scheue dich nicht, uns zu schreiben. Der Taubenschlag wartet bereits auf neue Nahrung.
Anzeigen
Von Serifa
Rubrik: Sonstiges
Nachricht:
Ich suche begabte Feuermagier oder Feuerherrscher, oder wer auch immer dieses Element eben kontrollieren kann. Ich will lernen, selber eine Feuer erzeugen zu können. Meldung per Taube, Einzelheiten werden schriftlich oder bei einem Treffen dann besprochen.
Von Knecht Sebi
Rubrik Suche Sie
Nachricht:
Momentan treib ich mich nur noch herum, aber ich hoffe es wird besser. Ich suche auch eine, die sich mit mir herumtreibt. Hab ein Haustier, einen Bluthund, der ziemlich aggressiv auf Feinde losgeht.
Grüne Dienste:
Wußten Sie, dass...
... ein Apfel quer aufgeschnitten einen Drudenfuss preis gibt?
... man mit Kartoffelwasser Geschirr spülen kann? (nur kalt nachspülen)
... Bienenwachs in Kombination mit Kräuterextrakten zu einer Art Kaugummi gemacht und bei der Behandlung im Mund- und Gaumenbereich verwendet werden kann?
Aktuelle Wettervorhersage:
* Wenn die Schwalben Ende Juli schon ziehen, sie vor baldiger Kälte fliehen.
* Wenn die Ameisen im Juli ihre Haufen höher machen, so folgt ein strenger Winter.
Die einfache Weisheit:
* Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab.
Rezept zur Jahreszeit:
Zum Pilze in Essig nehme man:
Sud: 750ml Wasser, 2 gr.L. Meersalz, 1 2 gr.L. Pfefferkörner, 1 2 gr.L. Gewürzbouquet, 1 Knoblauchzehe, 3 kleine Frühlingszwiebeln halbiert. 500g gemischte Pilze, Weißweinessig und frische Kräuter Estragon, Thymian, Oregano, Bärlauch,...
Zubereitung:
Zutaten für den Sud aufkochen, geputzte und gewaschene Pilze dazugeben, nochmals aufkochen. Auf kleinem Feuer kurz köcheln lassen, dann sieben und auskühlen lassen. Pilze und Kräuter und in Gläser füllen, gut mit Essig decken und schliessen.
Juli-Witze:
Warum fällt eine Mauer um, wenn sich ein Troll daran lehnt?
Weil der Klügere nachgibt!
Zwei Helden sind auf Drachenjagd. Müde und erschöpft von dem langen Fuschmarß lehnen sie ihre Speere an einen Baum um sich an dem See zu erfrischen. Plötzlich taucht ein Drache auf und schneidet ihnen den Weg zu ihren Waffen ab. Da zieht einer der Helden die Stiefel aus. „Glaubst du, man kann einem Drachen davon laufen?“, fragt der andere. „Nein, aber ich muss nur schneller als du laufen.“
Das Mädchen von Seite 3
Heute: Serifa
Die wohl berühmteste Soziopathin des Wyrmlandes und bekanntes Mitglied der Schreckensgilde, SHI genannt, schmückt heute die Seite 3. Der gemeine Bürger weiß nicht einmal, ob er sie eher hassen oder fürchten sollte. Eines ist aber Gewiss: Durch ruchlose und grausame Taten, die vielleicht oft auch einfach nur aus einer Laune heraus entstehen, hat sich Serifa einen gewissen Ruf im ganzen Land ‚erquält‘. Ein Seufzer der Erleichterung ging um, als man sie für tot hielt, ein Raunen der Missgunst, als sie von den Toten wiederauferstanden ist. Ob sie bereits weitere Pläne ausheckt oder sich derweil ruhig verhält ist nicht bekannt, aber eines ist sicher: Es wird das Land wieder einmal bis in die Grundfeste erschüttern... Vielleicht wird auch unnötig viel Wind um ihre Person gemacht. Sicher... hier wird ein wenig ins Fleisch geritzt, da das Brandeisen eingesetzt. Doch vielleicht sucht die arme Irre einfach nur Aufmerksamkeit? Habt ihr – liebe Leser – denn noch nie daran gedacht, dass auch ein solches Geschöpf nur geliebt werden will? Das es sich nach einer warmen Umarmung sehnt; danach, sich die Seele bei einem Vertrauten ausweinen zu können? Ihr alle... jawohl ihr alle solltet euch schämen, eine zutiefst missverstandene Kreatur so der Art in den Dreck zu ziehen und dafür zu Sorgen, dass alle Reisaus nehmen, wenn sie sie sehen! Nun, um Beschwerden gleich vorzubeugen: Natürlich ist uns bekannt, dass das gute Weibsbild mit einem werten Herren namens Kante glücklichst verheiratet ist. Doch warum nur kann sie - ihre wohl doch vorhandene weiche Seite - nicht auch gegenüber ihren "Opfern" zeigen?
Meine nächsten Worte richten sich an Serifa selbst: Meine Liebe! Es ist ganz natürlich, dass du Bindungsängste hast und deine Liebe und Zuneigung nur ausdrücken kannst, in dem du andere verletzt – aber es muss nicht so sein: Der Tempel der sechs Sinne beweist es... Liebe geht auch durch Berührungen. Oder aber wende dich an die Legenden des Lichts. Saidra würde dich gewiss auch gern von deiner sadistischen Ader kurieren. Glaub mir: Es geht auch anders! Also: Lass uns kuscheln, du Irre!
__________________ Chefredaktion: Wildvogel Chara
Ihr habt haltlose Gerüchte für uns?
Wollt in einem offenen Brief eure Meinung kund tun?
Habt Lustiges, oder Trauriges?
Habt etwas Berichtenswertes erlebt?
Wollt der Redaktion in einem Interview einmal Rede und Antwort stehen?
Oder kennt ein reizvolles Gesicht für Seite 3?
Schickt uns eine Taube an : die-gruene@lotgd.de!
Einsendeschluss: Mittwoch, der 07.09.2011
Erscheinungsdatum: Aller 2 Monate
Diese Zeitung lebt von eurer Mitarbeit!
Schreibt uns! Wir freuen uns!
Für Saidra und Gyrwent gibt es in dieser Ausgabe nicht viel Neues zu lesen. Die Sache mit der SHI wussten sie bereits lange zuvor, immerhin wurden sie ja davon unterrichtet. Bisher jedoch ist ihnen keine Frau begegnet, welche jene Merkmale aufweisen mag wie sie hier beschrieben wurden. Das Interview wird interessiert verfolgt, wurde von diesem Mann - Shagrath - doch bereits in den letzten Ausgaben berichtet. Vielleicht solten sie auch mal wieder in eben jene Ruinen fliegen, so geht das dort doch nicht wirklich weiter. Die Sache mit dem Einbruch und der Winterseele erfreuen einen auch nicht gerade, das wird man im Hinterkopf behalten. Alles in allem aber erneut eine schöne Ausgabe. Und irgendwie bekommt einem diese Serifa auf der letzte Seite unten bekannt vor...doch woher? Das wird sich sicher auch irgendwann aufklären.
------------------------------------
Derweil mag sich ein roter, Narben gezierter Wolf in den Gassen einer der Städte aufhalten und zufällig wird eben genau jenem eine Ausgabe der neusten Grünen vor die Pranken geweht. Zwei kalte, stahlblaue Augen starren hinab, als sich das Papier dort verfängt. Der eisige Frosthauch, welcher die Kreatur stets begleitet, mag das Pergament teils am Boden festfrieren, so nah wie es nunmal jetzt ist. Einen Blick hineinwerfen? Das hätte das Wesen eventuell vor einigen Jahren noch getan. So aber zieht das Geschöpf einfach nur seines Weges und entschwindet als bald.
Offizieller Eisblock von LotGD
Offizielles Rostfell und Nase von Zanzamar
Offizielle potentielle Ingame Mörderin von jedem Char der sterben will
Offizielles Ich-werd-von-Dobby-lieb-gehabt-Kuschelmonsterdüchschen
Offizielle Chaosmagierin, die gern Zeugs abfackelt
Offizielles Entchen von Elfenprinz Lucan
Offizielle Unloch Liebhaberin!
Offizielle Feuerhexe
Offizieller Schneeflockendrache
Offizielles letztes (Wyrmland-)Einhorn
Offizielle Spinatkatze
Offezielle Ex-Gamemasterin
Offizielles Sai vom Mai, Nai und Sai Club
Offizielles Frostwölfchen
Offizielle WM-Kraken-Mörderin
Offizielles einzig wahres Rotfell
Offizieller Weisenkind-Drache
Twitter unter Redfur
Facebook als (PN senden)
Animexx als Alcira
DeviantArt als Alcira
Livejournal als Hanyou_Alcira
Ein weiteres Mal begutachtet der Freigeist die neue Ausgabe der Grünen. Man erwartete nichts aufregendes, doch sollte der erste Artikel das Gegenteil beweisen. Die Kräuterhexe wurde angegriffen? "Hä?!" Da ist wohl schwer was an einem vorbeigegangen, was aber nicht bedeutete das man das so einfach hinnahm. Natürlich, die SHI hatte was damit zu tun, wie konnte es anders sein. Fraglich nur, ob das ganze Irrenhaus zugange war, oder einzelne Personen. Egal! Schnell überflog man die nächsten Berichte, bis man auf das Bild der Soziopathin traf... Oh wie Ekelhaft, zumindest empfand man so. Und wenn man gerade so das Antlizt der Verrückten betrachten durfte, auch wenns nicht gefiel, so hatte einen die Lust überkommen sie suchen zu gehen. Wenn die SHI schon eine derartig idiotische Aktion reissen sollten, dann doch nicht ohne Konsequenzen, nicht wahr? In bester Form war der Freigeist zwar immernoch nicht, doch würde es sicher reichen um wenigstens einem aus diesem Gesindel eine Lektion zu erteilen. Da roch die Schankmaid natürlich Spaß, auch wenn es keiner war. Und solange die SHI nichts von den Kindern wusste und der Ehemann auf sie aufpasste, konnte sich der Freigeist unbemerkt entfernen.
...Dann wollen wir mal sehen...
Und schon verließ die Blasse ihren Unterschlupf um nach draußen zu ziehen.
__________________
Too much blood in my alcohol system!
And I wonder
When I sing along with you
If everything could ever feel this real forever
If anything could ever be this good again
Laugh, and the world laughs with you; weep, and you weep alone.
"Ich bin kein Arschkriecher, herzlichen Glückwunsch und danke dafür von Serifa und Laetizia"-Plakette
Die neue Grüne zwischen den blassen Frauenfingern trohnt Balbero in ihrem Sessel. Das Papier über den überschlagenen Beinen aufgeschlagen gleiten ihre Augen darüber. Der Artikel über den Übergriff der SHI auf den Tempel nimmt sie mit Genugtuung wahr... Bei der Anzeige eines Knechtes namens Sebi jedoch hebt sie eine Augenbraue und verzieht die geschminkten Lippen zu einem süffisanten Lächeln. "Na das ist doch mal eine auszeichnende Eigenschaft... ein Bluthund der aggressiv auf Feinde losgeht... ich glaube ich schicke ihm gleich einmal eine Taube." Ihr katzenhaftes Lachen schwingt sich in die Luft und wird vom Rascheln der Zeitung bald übertönt.
Die Türe zu dem Haus einer Elfe öffnet sich. Weißblondes Haar weht leicht im Winde, welcher verursacht wird, und die leuchtend grünen Iriden schauen auf das Blatt hinunter, welches vor die Türe gelegt wurde. Leicht zieht sich eine Augenbraue in die Höhe und man überlegt, ob man das Blatt und wie immer wegschmeißen sollte. Doch als man es aufhebt und wieder ins Innere des Hauses läuft, springt einem fast schon der erste Satz ins Auge. Ein leichtes Lächeln umspielt die Lippen, während man sich nun doch die Zeit nimmt, den Artikel zu lesen. Und tatsächlich, es hat sich gelohnt. Nicht nur das Lesen, sondern sich auch Zeit für die Kräuterhexe in den Ruinen zu nehmen. Nach dem Ganzen, was zu lesen war, als Serifa noch weg war, ist das doch wahrlich eine Genugtuung, dass die SHI nun anscheinend wieder in aller Munde ist. So soll es ja auch sein! Kurz überfliegt man weiteres, doch solange es nichts mit der SHI zu tun, interessiert sich die Elfe nicht dafür. Nur als man das Bild der Soziophatin liest, ist ein kurzes, freudloses Lachen zu hören. Serifa soll dem Bösen den Rücken kehren? Nun, das wars dann wohl auch schon. Die Zeitung wird zu dem Rest gebracht, der nicht mehr brauchbar ist und Latisha macht sich wieder daran, sich eventuell ein nächstes Opfer zu suchen. Wäre doch wunderbar, wenn in der nächsten Ausgabe wieder etwas darüber zu lesen wäre, nicht?