Die Lagune, 26. bis 29. August 2010
Wir haben keinen Kapitän
und keinen Steuermann
die Segel die im Winde wehn
treiben ziellos uns voran
die Mannschaft ist ein wilder Haufen
aus allen Enden dieser Welt
kamen sie zu uns gelaufen
weil's ihnen nirgendwo gefällt.
(Subway to Sally)
Die Götter der Lagune
Man kennt sie entweder gar nicht oder in anderen, weit unspektakuläreren Rollen. Dennoch sollte man sie nicht unterschätzen, denn sie haben Fähigkeiten, von denen sie vielleicht noch nicht mal selbst etwas wussten. Auf jeden Fall werden sie nun angebetet und bewundert, zumindest wenn man von den Besuchern der Lagune zu sprechen gedenkt. Neue Sterne prangen an den persönlichen Götterhimmeln.
Ein jeder fragt sich, wie sie diese wildgewordene Meute aus Zwergen, Elfen, Tieren, magischen Wesen und Menschen zähmen konnten…
Immerhin hatte niemand daran gedacht, den Eisblock der Seelen mit in den Urlaub zu nehmen, wo man besonders unartige Exilwyrmländer hätte einsperren können.
So waren Persönlichkeiten gefragt, unter deren Händen auch die wildesten Wyrmländer zu zahmen Lämmern werden.
Die Götter der Lagune sind: Epona, Keren, Mainisa und Llynha
Aber nein, ich muss mich berichtigen, es handelt sich um Göttinnen. Diese Tatsache allein sollte (fast) schon erklären, warum Chaos vermieden worden ist.
Der Schreiberling bedankt sich im Namen aller Urlauber.
Und nun applaudiert gefälligst, sie haben es verdient!
Kochlöffel in Gefahr
Na das kann ja was geben.
So dachte ich das erste Mal, als ich dem Mann gegenüber stand, der mir in diesen Tagen ein Süppchen einbrocken sollte. Ich hatte Gerüchte gehört, welche besagten, dass Saucys Mann eine weite Reise vorbereitete. Als ich dann an der provisorischen Lagunentaverne vorüber eilte, glaubt ich meinen Augen nicht zu trauen. Da stand er in weißer Schürze und Kochlöffel und mehrere Dinge geschahen zeitgleich. Ich sah Keren und Onkel Theo mit Möhren bewaffnet Stellung beziehen - der letzte Brei von Saucy fiel mir ein und wurde wieder verdrängt, immerhin sah ich strahlende Gesichter Überall. Keines war grün, wie es in der wyrmländischen Küche passieren konnte und ich beschloss, dem Koch eine Chance zu geben. Ihr werdet nicht glauben, wie sehr sich diese Entscheidung gelohnt hat. Ihr hättet einfach dabei sein und probieren sollen. Nicht nur das die Gewürze super aufeinander abgestimmt waren, das Essen sah auch fantastisch aus. Ihr Lieben, ich fürchte das es demnächst einen Ehestreit geben könnte, denn eines sollte nach diesem Treffen klar gesagt werden. Saucys Mann ist der bessere Koch. Und das bezeuge sicher nicht nur ich, Laguna, sondern auch ein jeder, welche das Vergnügen hatte, von ihm bekocht zu werden.
Vielen Dank!
Inflation an der Lagune – Wyrmländer sammeln Holz- statt Goldmünzen
Mehrmals am Tag wurden sie ausgeteilt: Kleine niedliche Umschläge, mit teilweise weniger niedlichen Aufgaben. Da wurde Theo dazu genötigt, sich mit Seetang zu bewerfen und einen auf Monster zu machen, Gameboyspiele wurden nachgespielt, Unschuldige mit Wasserbomben beworfen, Menschen wurden zu Tauben oder Dieben – und der Ehrgeiz so mancher Person wurde gar etwas sehr groß. Und wozu das alles? Kleine schlichte Holzmünzen, die in kleinen Säcklein zwischen den Beinen rumgebaumelt haben. Was die einem gebracht haben? Einen Griff in eine ominöse Kiste der Orga-Göttinnen, wenn man denn unter den ersten drei war. Die Ehre hatten dann am Ende Meliz, als dritter, Seadina als zweite und Theo als Gewinner.
Wer nun meint, dass Theos Name als „Gewinner“ doch verdächtig häufig fällt, der sollte vielleicht wissen, welche Tätigkeiten zu seinem Gewinn beigetragen haben:
Er musste zweimal, für je eine Stunde, eine Taube sein.
Einmal mutierte er zum Seetangmonster.
Mehrere Male sah man ihn tanzend – wobei nie so ganz klar war, ob dies muntere Rumgehüpfe nun unbedingt Teil eines Quests war.
… diese Frage stellte sich sowieso recht oft. Besonders die männlichen Teilnehmer, die bekanntlich ohnehin zu recht seltsamen Taten neigen, mussten sich häufiger der Frage stellen, ob ihre Tat denn eine Quest wäre. Kam dann ein Nein, haben sie manchmal Münzen, doch noch häufiger verblüffte bis entsetzte Blicke geerntet.
Eine der belustigendsten Aktionen war wohl die kleine Sahnedusche, die sich Alandil von Shagrath hat gefallen lassen dürfen. Beide schienen ihre Freude daran zu haben. Wozu das ganze gedient hat, war den Betrachtern jedoch nicht so ganz klar. Hauptsache, man konnte lachen!
Shagrath – kaum verließ er die Ruinen...
… haute es ihn um. Man mag es kaum glauben, doch auch ein knallharter Assassine hat seinen wunden Punkt. Eben saß er noch auf der Bank, doch kaum kam ihm ein Weibsstück mit ihren langen Fingernägeln zu nah ans Genick, da lag er schon im Gras... der kleine Shag.
… verfiel der knallharte Assassine der Niedlichkeit von süßen kleinen Kaninchen. Man munkelt, dass es an dem gescheiterten Jagdversuch lag, dass diese Tierchen für ihn plötzlich niedlich waren.
… konnte er seine Klamotten nicht mehr am Leibe halten. Das Bild hat sich nahezu ins Gedächtnis eingebrannt: Zwei nackte Hintern im Mondlicht. Fidibus und Shagrath – so nennen sich die leidenschaftlichen Nacktbader, die sich im Schutz der Dunkelheit ins kalte Meerwasser gewagt haben. Manji, Epona und Chara durften sich das ganze Spektakel ansehen. Doch auf die Frage, wie kalt es denn in Zentimetern sei, gab es von beiden nur einen recht verkniffenen Gesichtsausdruck.
Doch Kopf hoch Shagrath. Dieses Treffen ist vorbei. Und bis zum nächsten hast du dich sicher wieder erholt und bist zu neuen Schandtaten bereit. 
Zeku entdeckt außerordentliches Talent zum Dekorieren - die Strandparty
Man kennt sie als erbitterte Verfechterin des Glaubens, als Wirbelwind der ]I[. und als Dienerin des großen und einzigen W! , aber sie kann auch ganz anders.
Zeku musste entdecken, dass sie auch noch eine kreative Ader hat. Wie sich das zutrug? Nun, ich beginne am Anfang.
Dass Wyrmländer gern feiern, ist ja weithin bekannt. Auch die Gestrandeten in der Lagune wollten nicht auf Tanz und Lagerfeuer verzichten, und so verkündeten die Götter der Lagune, dass es eine Strandparty geben sollte.
Und da entdeckte Zeku, dass sie nicht nur klein, sondern auch kreativ war. Nicht nur, dass bunte Papierschlangen ihren Weg an Wände und Decken des Party- Bungalows fanden, nein, auch Luftballons lernten das Fliegen. Anfangs sah die Exelfe ja noch ein wenig verwirrt aus, aber schon bald fand sie Freude daran und half, wo sie nur konnte.
Nein, natürlich hat Zeku nicht die ganze Arbeit gemacht, und so sollen auch andere Namen genannt werden:
Alandil und Onkel Theo, die sich doch sehr um das wundervoll wärmende und vor allem qualmende Feuer bemüht haben.
Shagrath, der doch mehrmals deutlich erwähnte, dass man eben genannten „Männern“ weder Holz noch Zündmaterial in die Hände drücken sollte... (Anmk. der Redaktion: Die Redaktion gibt zumindest in Sachen Alandil Recht.)
Serenia, die sich als außerordentliche Grillmeisterin bewiesen hat, denn irgendwie fühlte sich niemand angesprochen, als Epona und Llynha lauthals schrieen, ob sich denn kein Mann zum Grillen finden würde.
… und natürlich all die Trinkfreudigen, ohne die man keinerlei Möglichkeit gefunden hätte, die mit Sangria gefüllten Eimer wieder zu leeren.
Das Drama um Stupsi beim Teddybärenkontest
Ein jeder hat seine eigene Art, mit Problemen fertig zu werden. Der eine weint in die Bettdecke, der andere kuschelt mit seinem Teddy und ein anderer wirft mit einem Stein. Und hier kommt Stupsi ins Spiel. Jeder Leser kann sich vorstellen, dass Zwerge nichts von Teddys halten. Immerhin ist für diese Rasse ihr Stupsstein das Ein und Alles. So ist es nicht verwunderlich, dass ein Zwerg seinen geliebten Stupsstein auch mit zur Lagune bringt. Natürlich, wir wollen tolerant sein, und dennoch sah man irritierte Blicke, als beim Teddybärenkontest auf einmal ein Stein unter den sich Bewerbenden lag. Man sollte meinen, der Veranstalter des ganzen, Fidibus, sei tolerant und der Zwerg Valanca hob schon erfreut den Kopf, als Stupsi mit über 30 Stimmen Platz 3 erreichte. Doch aufgrund der Tatsache, dass Stupsi nicht kuschelig genug war, wurden ihm 5 Punkte abgezogen.
Daraufhin verschwand er auf mysteriöse Weise. So mancher wollte ihn am Meer gesehen haben (was seinem Besitzer dann doch einen zwergischen Schrecken verpasste), andere meinten, Emmy hätte ihn versteckt und wieder andere munkelten, sie hätten einen Stein am Bierkasten gesehen.
Gefunden wurde Stupsi letztendlich in der hintersten Ecke der Zwergenbehausung, und die Redaktion nimmt diese Geschichte zum Anlass, an die Toleranz jedes einzelnen Lesers zu appellieren. Stupsi darf kein depressiver Stein sein, er darf sich nicht zurückgesetzt fühlen hinter so vielen kuscheligen Teddys. Wir finden, dass Stupsi ein schöner Stupsstein ist, und dass er die Teddyohren nun wieder abnehmen kann. Die Redaktion hofft, dass der Zwergensteinmetz liebe Grüße ausrichten wird.
Der Rückblick
von Serenia
Piratenschatzrätsel
Die Gewinner waren: Platz 1: Seadina; Platz 2: Esla, Chara, Laguna; Platz 3: Keren, Alannah, Meliz; Platz 4: Natharuk und Platz 5: HansHamster.
In der Nachschau habe ich die Beteiligung am Rätsel überschätzt, wobei die schwere der Rätsel wohl ganz gut mittig angesetzt waren. Nunja, mittig bis schwer, ich gebs ja zu - aber zu einfach ist einfach langweilig, und damit, daß mitunter zusammengearbeitet wird, habe ich durchaus gerechnet.
So gibt die obige Reihung nur die halbe Wahrheit wieder, denn bei je den 2. und 3. Platzierten war es eine Gruppenarbeit, und sich nciht scheuten auch mal nach ein paar Tipps zu fragen. Seadina brauchte auch ein paar kleine Schubser in die richtige Richtung. Natharuk - von dem ich schon dachte, er verzweifelt an dem Zündschnürerätsel völlig - hat es hingegen fast autark geschafft und... HansHamster hat das Ganze völlig im Alleingang durchgezogen. Ich weiß auch, daß einige versucht haben es alleine zu lösen und an manchem lange gekaut haben, es aber nicht geschafft haben die ganze Tour zu beenden.
Nunja - es ist halt auch eine gewisse Kunst zu erkennen, wann man etwas eben nicht alleine schaffen kann und sich Hilfe holen muß. Unfair mag da mancher denken. Wäre es gewesen - wenn denn irgendwo vorausgesetzt gewesen wäre - in einer Regel zum Beispiel, daß man es alleine machen muß. Manchmal besteht die Lösung eben auch darin Umwege zu finden. Ich finde das völlig legitim - zumal es eben keine Regel dagegen gabe. Und schließlich verdienen sämtliche Rechtsanwälte, sowie die meisten Politiker und Manager dieser Welt so ihre Brötchen.
So denke ich durchaus darüber nach auch reguläre Grüne-Ausgaben ab und an mit Rätseln zu bestücken. Viel schwereren selbstverständlich! Immerhin habt ihr da ein Monat Zeit zum Lösen, könnt neben sämtlichen Bekannten und Verwandten auch noch Google zu Hilfe nehmen - das muß ich selbstverständlich berücksichtigen!
Fahnenflüchtige! & Saboutageausfall
Wie sehr habe ich mich gefreut als ich es geschafft hatte so dem ein oder anderem Informanten vorab heiße Insiderinfos über das kommende Treffen heraus zu luchsen um es ebenso brühwarm in die Grüne zu packen und somit ein absolut aktuelles Blatt zu haben. Hurra! Aber was wurde daraus? Richtig: Nichts. Denn unsere starken Männer haben es dann plötzlich doch vorgezogen Betten in einem der Häuser zu beziehen anstatt sich, wie es sich für Militaristen gehört, in ein Zelt einzuquartieren. Das nenne ich mal: Feigheit vor dem Feind! Desertion geradezu! Ich finde ja das sollte geqahndet werden. Wie weiß ich noch nicht, aber sobald mir etwas einfällt....
Ja... auch das mit den Saboutage sollte eigentlich keine Zeitungsente werden.. Aber wenn ich nicht irgendetwas verschlafen habe - was kaum möglich war, zumindest gefühlt hatte ich die paar Tage gar keinen Schlaf - dann sind die ins Wasser gefallen. Ob es an selbigen Himmelsphänomen lag oder nicht, konnte ich noch nicht verifizieren - aber ich brauch sichtlich dringend einen zuverlässigeren Informaten!
Special Guest & Stargast
Jaaa, wir hatten beides. Unser spezieller Gast war: Spark, welcher - wie wir uns alle immer und immer wieder haben erzählen lassen müssen (*gg*) - schlichtweg entführt wurde. Damits nun alle Daheimgebliebenen auch erfahren, oder auch die, die es irgendwie geschafft haben, das am Treffen gar nicht erzählt zu bekommen (wie zum Henker ist euch das denn gelungen?): Der Corpi wars, der unser Vampir-Hörnchen einfach in Schlepptau nahm. Überliefert lief das Telephonat wie folgt ab:
Corpi: "Spark, du kommst doch zum Treffen?"
Spark: "Nein, ich hatte mich zwar angemeldet, mußte aber absagen."
Corpi: "Du kannst nicht?"
Spark: "Hab schon vor Wochen wieder abgesagt"
Corpi: "Ja, aber du hast doch jetzt Zeit?"
Spark: "Naja, ich hab nichts gepackt und ..."
Corpi: "ABER du HAST Zeit??"
Spark: "Jaa, a..."
Corpi: "Ok, wir holen dich in einer halben Stunde ab."
Was nun den Stargast betrifft, auch den hatten wir Corpi zu verdanken. Emmi - die knuffigste BorderCollie-Huskey-Mischlingsdame, die es überhaupt geben kann. Wobei ich ja noch immer finde, daß sie den falschen Namen hat. Bei mir hieße sie einfach Roo - nicht nur, weil sie ebenso putzig dreinguckt, wie geichnamiger Disney-Charakter aus Winnie Puuh, sondern weil sie auch wie selbiges - ein Känguruh - hüpft, wenn sie loslegen will um zu spielen. Am besten verstanden hat sie sich natürlich mit unserem Wolf. Als der zum wölfischen Paarungsritual (Quest) ansetze, war das kleine Tierchen kaum noch zu halten und kehrte, wo sie sonst leider ein bischen scheu war, den Wolf in sich heraus. Irgendwas schien Zan dabei wohl richtig zu machen!
Und wo wie gerade beim Silberwolf sind:
Wolf zu Wolf? Wie macht der das?
Irgendwie scheint er noch andere verborgene Talente zu besitzen. Denn wie war es sonst möglich, daß er beim Spontantheater ausgerechnet den Zettel zog, auf Grund dessen er in der Vorstellung Verlauf den Wolf geben mußte? (Wobei mich ja zugegeben die Sonnenbrille viel mehr begeistert hat! *gleich wieder schmunzeln muß*)
Aus dem Leben einer Möhre
von Möhre
Tag auch. Hier schreibt eine Möhre, so wie die Überschrift es schon ankündigt. Und warum schreibe ich hier? Weil ich sonst gekocht werde. Toller Grund, oder?
Ich erzähle heute mal von der Lagune. Hoch im Norden liegt sie und ich kann euch sagen, dass das Hoppeln bis dort hin sehr anstrengend war, aber was sind schon so kleine Repressionen gegen das Glück einer Lagune? Sogar mit Sandböden, die ich so mag. Apropos Sand… als Möhre ist man ja immer darauf bedacht, anderen zu helfen, das liegt uns im Saft. Und so habe ich mich schnell dazu bereit erklärt, die Waschräumlichkeiten zu säubern und ich kann euch sagen, mit dem, was ich dort - mit tatkräftiger Unterstützung - heraus geholt habe, hätte sich ein neuer Möhrenacker anlegen lassen können. Wegen dem Wetter hatte ja so ziemlich jeder Wyrmländer sein festes Schuhwerk mit und damit schleppten sie nun gemütlich den Dreck hinein. Der freundliche Hinweis an der Tür, dass doch bitte barfüßig die Räumlichkeiten zu betreten sind, wurde freundlich ignoriert und so durfte ich mich jeden Morgen über mehr Sand freuen (oder doch Meer-Sand? Ich glaube schon). Wyrmländer haben auch die Angewohnheit, nach einem Toilettengang sich die Hände zu waschen und dann mit Papier abzutrocknen (Statistiken zu Folge sank diese Bereitschaft mit dem Steigen des Alkoholpegels). Wie ich finde eine Verschwendung von Papier und damit Bäumen, kann man das Wasser doch einfach über seine Haare aufnehmen. Die Zweibeiner wissen halt nicht, was gut ist. Zurück zum Papier, denn dieses musste fachmöhrisch entsorgt werden. Ich sammelte es in einem großen Sack und wie der Lehnsherr der Lagune festlegte, wurde es verbrannt. Danach war ich eine Räuchermöhre.
Wer jetzt aber glaubt, dass eine Möhre den ganzen Tag nur in den Waschräumen hängt (zum Schluss wurde ich sogar zur echten Waschraumfee befördert und durfte segnen), der irrt sich. Genauso wichtig war auch mein Beistand in der Küche bei Peter, unserem großen Koch. Aus gewissen Gründen ist er nicht mehr ganz so gut zu Fuß und so konnte ich mich, eine Möhre, nützlich machen und Speis' und Trank aus der Küche in den Speisesaal bringen und die Abfälle in den Kompost. Jeden Morgen durfte ich diesen Weg hoppeln und es hat mir Spaß gemacht, egal, bei welchem Wetter, wusste ich doch, dass ich so den Wyrmländern eine Freude bereiten konnte. Natürlich will ich nicht den Ruhm der anderen Helfer schmälern, aber im Vergleich zu einem Zweibeiner habe ich es als Möhre doch um einiges schwieriger gehabt.
Ihr, die geneigten Leser, könnt es ja mal ausprobieren. Nehmt ein gefülltes Wasserglas, stellt es euch auf den Kopf und hüpft umher, ohne, dass das Glas sich leert. Zur Hilfe dürft ihr nur euer Kraut (wenn vorhanden), oder eure Haare nehmen (mir ist immer noch suspekt, wie man Haare auf dem Kopf haben kann. Die müssen doch in den Boden um zu trinken). Und wenn ihr das geschafft habt, dann wisst ihr, wie schwer es eine Möhre hat.
Merkwürdige Klänge im Exil
Während des inzwischen schon berühmt, berüchtigten Exilaufenthaltes einiger Wyrmländer (in Insiderkreisen inzwischen „U-Rl Aub“ genannt), kam es nach mehreren Augen- oder besser Ohrenzeugenberichten, zu extrem merkwürdigen, akustischen Vorfällen, die bis heute noch nicht vollständig aufgeklärt scheinen.
Ein besonders betroffener Halbelfenschmied, der hier nur unter dem Synonym Esel aufgeführt werden möchte, berichtet Folgendes: „... und dann erklangen immer diese eigenartigen Melodien, schon kurz nachdem ich diese geheimen Zettel gelesen hatte. Anschließend ging alles sehr schnell. Die Melodien saßen in meinem Kopf fest, wie ein Ohrwurm und ich konnte nichts anderes tun, als mich den Gedanken zu fügen, die diese in mir auslösten.“ Diese, von unserem Interviewten, beschrieben Gedanken äußerten sich so: Der Proband sah sich beim ersten Vorfall gezwungen, einen Klempner in roter Uniform nachzuahmen, der eigenartige Leibesertüchtigungsübungen, wie z.B. Balancieren, Springen und Kiefernzapfenwerfen, vollführte. In den gleichen Bann wurden neben einer Waldnymphe, einem Assassinen und sogar einem Mitglied der ]I[., noch einige andere Wyrmländer gezogen, welche sich nicht gegen den offenbar magischen Einfluss der nervtötenden Melodie zur Wehr setzen konnten. Als schließlich das Spektakel unter den Augen mehrerer Schaulustiger endete, verflog auch der Bann und alle Beteiligten konnten wieder zur Normalität zurückkehren. Falls sie jedoch zu diesem Zeitpunkt gedacht hatten, dies wäre der erste und einzige Vorfall gewesen, so hatten sie sich wohl getäuscht. Denn schon kurze Zeit später sollte es wieder geschehen. Dieses Mal jedoch ergriff die, dieses Mal andere, bannhafte Melodie erneut Besitz von einem Wyrmländer, der in allen Quellen nur als Gast vermerkt ist, warum auch immer. Dieser jedenfalls wandte sich hilfesuchend an den bereits oben benannten, anonymen Esel und steckte ihn sofort wieder mit der neuen, eigenartigen Melodie an. Dieses Mal verfielen ganze 11 Wyrmländer dem Bann und vollführten verknotende, skurrile Fingerübungen vor einer Hauswand, immer angeleitet von den Urhebern, der fremden Melodie und dem Mob Schaulustiger. Wieder brach das Geschehen nach einer Weile ab und wieder schien der Bann danach gelöst. Vereinzelt sollen die merkwürdigen Klänge schließlich noch summend, pfeifend oder singend auf dem Exilgelände vernommen worden sein, aber keiner konnte mehr von einem bannhaften Erlebnis berichten. Es bleibt also abzuwarten ob sich diese Ereignisse wiederholen werden, oder ob sie am „U-Rl Aub“s Ort zurückgelassen wurden. Wer ist der Schuldige für diese Vorfälle und handelt es sich um groben Unfug, oder ergeben diese Ereignisse ein perfides Gefüge, welches auf ein dunkles Ziel ausgerichtet ist? Spekulationen werden gern von der Redaktion angenommen. Die Grüne bleibt für die verehrten Leser weiter am Ball.
Eine Verschwörung?
von Möhre
Man sah seltsame Dinge auf dem Dorfplatz der Lagune vor sich gehen. Aus unerfindlichen Gründen fanden sich mehrere Wyrmländer spontan dazu ein, sich in einer Reihe aufzustellen und auf das Meer zu starren. Als Initiatoren gelten Gerendiell und Pedro, doch wurde die Reihe schnell länger. Nichts, was diese unterschiedlichen Wesen scheinbar zusammen hält, doch taten sie eins gemeinsam: Trinken! Und zwar alle gleichzeitig! Sobald jemand sein Gefäß erhob, taten es ihm alle gleich, den Blick dabei aber nicht vom Meer abwendend. Was war da nur los? Hatte vielleicht eine Sirene ihre Finger im Spiel? Oder war es eine neue Methode der ]I[. zur Rekrutierung? Die Stehenden sollen sogar unempfindlich gegenüber Weintrauben, Küsschen und diversen anderen Ablenkungen gewesen sein.
Liebe Leser und Leserinnen, für mich demonstrierte dieses Verhalten wahre Macht, könnten diese Helden doch jeglichen Angriff abhalten in ihrer stoischen Manier. Sie sind unser letztes Bollwerk gegen unsere Feinde, gegen all das Böse da draußen. Also erhebt die Tassen für sie, auf dass sie da sind, wenn wir sie brauchen, denn nur dann sind wir sicher.
Scham sei nicht mit Charme zu verwechseln!
Während es die Möglichkeit gab, kleine Holzmünzen zu sammeln, wurde teilweiße, doch sehr Willkürlich von den Questwächtern kleine Edelsteinchen verteilt. Zu welchem Zweck diese dienen sollten, wurde erst am letzten Tag zu den Preisverleihungen bekannt. Es stellte sich heraus, dass diese Edelsteine für Charmepunkte – nein falsch, SCHAM-Punkte stehen sollen, und das die SCHAMmantesten des Landes wohl Theo, Möhre und Shagrath heißen. Es sollte wohl eine Art Strafe sein, als Llynha und Epona die drei zum flotten Strip aufforderten. Doch konnten sie denn ahnen, dass die drei mit dem wenigsten Schamgefühl, sie mit einbeziehen würden? Um ehrlich zu sein: Schon. Schließlich handelt es sich hier um Theo, Shagrath und Möhre. Es hätten sich doch viele gewundert, wenn sie die zwei Verursacherinnen nicht auf die Stühle in die Mitte gelockt hätten, um sie zu betanzen. Zum Schluss war zweifelhaft, wer wohl am lautesten gelacht hat, doch sicher hatte irgendwo jeder seinen Spaß.
Das Gesicht des Treffens: Emmi

Der Star des Treffens allerdings befand sich nicht unter den Zweibeinern. Ich meine nicht den Wolf oder den Hamster, nein wir meinen die Hundedame Emmi. Nicht nur, dass sie neugierig auf jeden war und immer spielen wollte, nein sie hat auch den Silberwolf beschäftigt und Kaninchen vertrieben.
Ihr werdet es nicht glauben, aber die Quests bestritt Emmi ebenso erfolgreich wie charmant schwanzwedelnd. Sie war der Star und diesen Rang wird ihr keiner streitig machen.
(Pst… außerdem kann keiner von sich behaupten, so ein süßes Lächeln und so schöne Augen zu haben. Darum glaubt keinem, der vorgibt, sich mit Emmi messen zu können.)
Herrchen und Frauchen werden gebeten, Emmi ein Extra-Leckerli zu geben. Sie hat es sich verdient.
Timmy ist weiblich!
Und nicht nur das: Er ist rothaarig, hat tolle Rundungen und besitzt die charmanteste Art, wie man Wyrmländer wecken kann! Nämlich mit einem gezielten Schlag mit einer gerollten Grünen auf den Kopf.